Die Förderschulen streben weiterhin eine Fusion an

Von: pan
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler/Stolberg. Die Willi-Fährmann-Schule soll als Förderschule erhalten bleiben. Dafür ist vorgesehen, die derzeitige Förderschule in Stolberg als Teilstandort zu übernehmen.

Ein entsprechender Vertrag muss noch von den Stolberger Gremien abgesegnet werden. Mit dieser Regelung könnten beide Städte Schülern mit Förderbedarf eine wohnortnahe Unterstützung sichern.

Da Eltern nun die Wahl haben, ob sie ihr Kind an einer Regelschule im Rahmen des gemeinsamen Lernens anmelden, müssen die Förderschulen erhebliche Einbußen bei den Schülerzahlen hinnehmen. Dies führt in Eschweiler dazu, dass die erforderliche Mindestzahl an Schülern nicht mehr erreicht wird und der Standort geschlossen werden soll. Gleiches Schicksal droht der Stolberger Schule an der Talstraße. Um dies zu verhindern, strebt man eine Fusion an.

Darin sind sich die beiden Kommunen grundlegend einig. Allerdings müssen auch die pädagogischen Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu zählt, dass auch der Ganztagsbetrieb einheitlich geregelt wird: In Stolberg gilt er als offenes Angebot nur für die Primarstufe, in Eschweiler wurde er hingegen auch als gebundener Ganztag für die Sekundarstufe eingeführt.

Pädagogische Differenzen

Auch an anderen Stellen ist noch Handlungsbedarf: In Eschweiler gelten die Förderschwerpunkte „Lernen“ und „emotional-soziale Entwicklung“, in der Kupferstadt werden aber zudem auch Kinder mit dem Förderbedarf „Sprache“ unterrichtet.

Den Eschweiler Kommunalpolitikern ist wichtig, dass Kinder mit Förderbedarf keinen weiten Weg zur Schule gehen müssen. Allerdings machte Karlmartin Eßer, Schulleiter der Willi-Fährmann-Schule, im Schulausschuss deutlich, dass es bei der pädagogischen Ausrichtung durchaus noch unterschiedliche Auffassungen der beiden Standorte gebe.

Kein Zweifel bestand jedoch an der grundsätzlichen Absicht, beide Schulen verschmelzen zu lassen. Die Eschweiler Stadtverwaltung hat eine entsprechende öffentlich-rechtliche Vereinbarung verfasst, die noch in Stolberg beraten werden muss. Sollte man sich darauf einigen, dass Eschweiler Hauptstandort der gemeinsamen Förderschule wird, dann müssen die Städte wie bisher die Kosten für den jeweiligen Schulstandort selbst tragen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert