Die Erich-Kästner-Schule bleibt an ihrem Standort

Von: tob
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Eschweiler-Pumpe. Aufatmen bei Lehrern, Eltern und Schülern der Erich-Kästner-Schule. In einer gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Schulausschusses gab es am Mittwoch einen Beschlussvorschlag für den Städteregionsausschuss, der heute tagt.

Darin heißt es, dass die Förderschule mit Schwerpunkt Sprache am bisherigen Standort an der Wilhelminenstraße fortgeführt wird. Auf Grund von Bergschäden ist diese seit Ende des vorigen Jahres nicht mehr möglich. Teile der Schule können nicht genutzt werden und müssen abgerissen werden.

Gegenstand der Diskussionen war stets auch das Thema Inklusion und in diesem Zusammenhang der Entwurf der Rechtsverordnung über die Schulgrößen der Förderschulen. Für die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Sprache sieht der Entwurf der Rechtsverordnung derzeit 33 Schüler in der Primarstufe und in der Sekundarstufe 1 vor.

In der Erich-Kästner-Schule werden aktuell 106 Schüler der Primarstufe im Alter von sechs bis elf Jahren aus den Städten Eschweiler und Stolberg in neun Klassen unterrichtet. Die Schülerzahl lag in den vergangenen sechs Jahren konstant über 100. Förderschulen, die die Mindestgröße nicht erreichen, dürfen nach dem Entwurf der Rechtsverordnung voraussichtlich spätestens zum 1. August 2015 keine Schüler mehr aufnehmen. Sie werden ab dann jahrgangsweise abgebaut, soweit der Schulträger nicht beschließt, sie vollständig aufzulösen.

Entwicklung der Inklusion

Weil darüber hinaus der derzeitige Gesetzesentwurf ausdrücklich das Wahlrecht der Eltern hervorhebt und in den nächsten vier bis fünf Jahren nicht mit einer Unterschreitung der Mindestgröße für eine eigenständige Förderschule Sprache zu erwarten ist, schlägt die Verwaltung der Städteregion vor, dass die Erich-Kästner-Schule am bisherigen Standort fortgeführt wird.

Da die weitere Entwicklung im Hinblick auf die Inklusion derzeit jedoch nicht absehbar ist, erfordert dies aus Sicht der Verwaltung eine Verfahrensweise, die bei überschaubarem finanziellem Aufwand Optionen für die Zukunft eröffnet. Aus diesem Grund sollen für den wegfallenden nicht unterkellerten Bereich des Altbaus ersatzweise Fertigbauklassen aufgestellt werden.

Zwischenzeitlich war auch geprüft worden, ob der Schulbetrieb an einem anderen Ort möglich ist. Aber weder in Eschweiler, noch in Stolberg wurden geeignete Räume gefunden. Derzeit werden einige Klassen an der Gutenbergschule in Stolberg unterrichtet. Dass dies schlecht für die Kinder sei, betonten sowohl Elternvertreter, als auch die Lehrer um Schulleiterin Brigitte Kaltwasser. Der normale Unterricht ist derzeit nicht möglich. Zudem müssen Lehrer und Schüler zwischen der Wilhelminenstraße und der Stolberger Schule am Rhein-Nassau-Weg hin- und hergefahren werden, was einen enormen Zeitverlust bedeutet. Auch das Gemeinschaftsgefühl gehe so verloren.

Arbeiten haben begonnen

Das Bergamt Arnsberg hat die Arbeiten für die Sicherung der Flöze und Pingen (oberflächennahe Schächte) beauftragt. Die notwendigen Maßnahmen (Prüfung des Geländes durch den Kampfmittelräumdienst, Erkundungsbohrungen, Verfestigung der Flöze und Pinge) wurden am 13. Mai begonnen und sollen bis zum Beginn der Sommerferien beendet sein.

Nach den bisherigen Erfahrungen werden die anstehenden Erkundungs- und Sicherungsbohrungen zu weiteren Schäden am nichtunterkellerten Bereich des Altbaus führen. Deswegen soll dieser Teil der Schule abgerissen werden.

Nach derzeitigen groben Kostenschätzungen ist für die weitere Sanierung im Jahr 2013 mit 600.000 Euro zu rechnen. Jeweils 150.000 Euro werden für die Sicherung des lockeren Haldenmaterials auf dem Gelände und den Abriss der Gebäudeteile sowie der Pausenhalle fällig. 300.000 Euro entfallen Die Mittel dafür müssen außerplanmäßig bereitgestellt werden. Das Geld wird beim Ausbau des Radweges zwischen Aachen und Jülich eingespart.

Im Jahr 2014 wird mit weiteren Kosten in Höhe von einer Million Euro gerechnet. Der größte Teil davon – 650.000 Euro – entfällt auf die Aufstellung der Fertigbauklassen.

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