Eschweiler - Dichter Qualm hält 80 Wehrleute in Atem

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Dichter Qualm hält 80 Wehrleute in Atem

Von: Rudolf Müller
Letzte Aktualisierung:
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25 Fahrzeuge der Feuerwehr drängten sich neben einigen Einsatzwagen der Polizei in der Zufahrt zu den Werkshallen des einstigen Lynenwerks. Hier hatte ein Feuer leicht in einer Explosion enden können. Foto: R. Müller

Eschweiler. Minutenlang erfüllte das Geheul von Martinshörnern die Innenstadt: Mit 25 Fahrzeugen sowie zwei Einsatzleit- und Versorgungscontainern jagte die Feuerwehr am Montag Mittag zur Dürener Straße, nachdem ein Anrufer über Handy die Leitstelle Aachen darüber informiert hatte, dass im ehemaligen Lynenwerk ein Silo in Flammen stünde.

Bei Schweißarbeiten hatte sich die Innengummierung des Silos entzündet. Der Schweißer hatte versucht die Flamen zu löschen, aber vergebens. Nach notärztlicher Erstversorgung vor Ort wurde er unter dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung mit dem Rettungshubschrauber zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus geflogen.

80 Wehrkräfte hatte Einsatzleiter Axel Johnen vor Ort zusammengezogen, wo sich in dem Silo am Rande einer fast entkernten Halle der stillgelegten Fabrik enormer Rauch entwickelte. Über Drehleitern öffneten Wehrmänner an mehreren Stellen das Dach, um den Rauch abziehen zu lassen. Gleichzeitig waren Trupps unter Atemschutz im Gebäude unterwegs, um mögliche weitere Rauchopfer zu finden und den Brand mit CO2 zu löschen.

Axel Johnen: „Eine Brandbekämpfung mit Wasser war unmöglich, da sich in dem Silo Talkumreste befanden, die dann hätten aufgewirbelt werden und bei einer statischen Aufladung zur Explosion führen können.“

Mit Hilfe des Kohlendioxids konnte das Feuer im Silobereich relativ schnell gelöscht werden. Sachschaden: „Eigentlich Null“, sagt Johnen. „Der Silo war ohnehin zur Verschrottung vorgesehen.“ Auch eine besondere Gefährdung der Umwelt habe nicht bestanden.

Um 13.12 Uhr hatte der Alarm via Aachen die Feuerhauptwache am Eschweiler Florianweg erreicht; um 17.30 Uhr war der Einsatz beendet.

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