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Diane Ponzio versprüht pure Energie

Von: vr
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Die Fingerpicking-Technik perf
Die Fingerpicking-Technik perfektioniert sie, seit sie 13 Jahre alt ist, die Leidenschaft für die Musik hat sie in ihre Wiege gelegt bekommen: Diane Ponzio präsentierte ein außergewöhnliches Konzert. Foto: Volker Rüttgers

Eschweiler. Es gibt Musiker, die durch ausgefeilte Technik glänzen, und es gibt solche, die pure Energie aus Leidenschaft auf der Bühne versprühen. Wenn jedoch Präzision auf Passion trifft und dies auch noch echt wirkt, dann handelt es sich in der Tat um einen wahren Ausnahmekünstler.

Den Besuchern des „Saitensprünge”-Konzerts im Talbahnhof wurde am Samstagabend das Glück zuteil, einer solchen Künstlerin zu begegnen: Diane Ponzio, Singer/Songwriter aus New York City, zog ihr Publikum mit ihren einfühlsamen Songs über die kleinen und großen Dinge des Lebens in den Bann und sorgte für ein intimes wie intensives Musikerlebnis, das sprichwörtlich unter die Haut ging.

Es ist kein Wunder, dass der renommierte Gitarrenbauer „Martin Guitars” ihr mit der „JDP II” bereits ein zweites persönliches Modell gewidmet hat, versteht es Diane Ponzio doch perfekt, mit ihrem Instrument mal heitere, mal bluesig-düstere, mal balladig-ver-träumte, mal rockig-aggressive Stimmung zu verbreiten.

Zu Beginn ihres Konzerts wirkte die kleine, grauhaarige Frau mit dem strahlenden Lächeln und den funkelnden Augen wie der Klang ihrer Ukulele, mit der sie „Think Again” anstimmt: fröhlich, aufmunternd, noch etwas zurückhaltend. Doch spätestens nach zwei Liedern brach das Temperament ihrer sizilianischen Wurzeln aus ihr heraus, passenderweise mit dem Song „Volcano” aus dem aktuellen Album „So Low You Here To Listen”. Dann klettert Ponzios Stimme gerne auch einmal in die dunkleren Tonfarben, von denen sie eine erstaunlich große Palette anzubieten hat.

„What do we count at the end of the day?”, lautet ihre eigener Auskunft nach politischste Songtextzeile. Diane Ponzio erzählt lieber vom Leben, von Menschen, natürlich auch von ihren eigenen Erlebnissen. So wie bei „Special Day Plates”, der gefühlvollen Balladen über ihre Tante „Millie”, die einzige Kinderlose in ihrer Familie, die ihr das besondere chinesische Porzellan-Geschirr nach ihrem Tod vererbt hat, von dem zu Lebzeiten nie gegessen wurde.

Doch Diane weiß: „everyday is a special occasion”, und kann nur raten „Celebrate...celebrate...celebrate”.

Authentisch und leidenschaftlich

Überhaupt möchte man die zierliche Gitarristin um Rat fragen, wie eine gute Freundin mit ihr über das Leben philosophieren. Die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit endgültig aufzugeben, sei die beste Definition für „Vergeben”, ließ Diane Ponzio am Samstag im Talbahnhof wissen, schließlich seien gerade „now in this moment” „Your Golden Years”.

Aber auch augenzwinkernde Ironie kann Diane Ponzio, wenn sie beispielsweise die ewig gleichen Akkorde und Texte von „Blues song”(s) besingt, um wenig später einen eben solchen mit „Permanent Damage” zu performen.

Es hat etwas gedauert, bis die New Yorkerin Diane Ponzio ihren Weg zu den Talbahnhof-„Saitensprüngen” gefunden hat, doch das Konzert am Samstagabend war die beste Belohnung für diese Wartezeit. Und da sie schon einmal da war, nahm sich Diane Ponzio bei ihrem dritten von nur fünf Auftritten in Deutschland in diesem Jahr Zeit, um ihr Publikum persönlich kennenzulernen. Dieses wird die Singer/Songwriterin als leidenschaftlich, technisch perfekt und vor allem eins in Erinnerung behalten: authentisch.
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