Der Talbahnhof ist für Kalle ein Heimathafen

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„Heimspiel“ für Kalle Pohl: Am Mittwoch ist er wieder einmal im Talbahnhof zu erleben.

Eschweiler. Er ist Kabarettist, Buchautor und den meisten Indestädtern bekannt aus der TV-Sendung „Sieben Tage, sieben Köpfe“. Die Rede ist von Kalle Pohl. Am Mittwoch ist der Kabarettist, der in Merzenich das Licht der Welt erblickte, mit seinem Programm „Du bist mir ja einer!“ zu Gast im Kulturzentrum Talbahnhof.

Bereits vorab hat er im Interview mit Sonja Essers erklärt, worauf sich die Gäste an diesem Abend freuen dürfen und warum seine Beziehung zur Indestadt eine ganz besondere ist.

Herr Pohl, Sie treten am Mittwoch mit Ihrem Soloprogramm „Du bist mir ja einer!“ im Talbahnhof Eschweiler auf. Zum wievielten Mal gastieren Sie in Eschweiler?

Kalle Pohl: Seit Ende der 90er Jahre war ich mindestens 20-mal im Talbahnhof. Er ist eine Art Heimathafen für mich geworden, nicht zuletzt durch die lieben Leute, die ihn leiten.

Wie gefallen Ihnen Eschweiler und das Publikum dort? Haben Sie von der Stadt schon mehr gesehen als „nur“ den Talbahnhof?

Kalle Pohl: Das Publikum war mir stets sehr gewogen, ich hoffe, das bleibt so. Und ja, ich habe so einiges von Eschweiler gesehen, bereits als Kind, als meine Tante Käthe dort mit Mann und Kindern lebte. So gesehen ist Eschweiler auch ein Stück verwandt mit mir.

Verbinden Sie besondere Erlebnisse mit Ihren Auftritten im Talbahnhof?

Kalle Pohl: Unbedingt. Als ich das erste Mal dort mit einem Programm auf die Bühne trat, saßen an drei Abenden hintereinander jeweils weit über 200 Zuschauer im Talbahnhof, um Kalle Pohl zu sehen. Das hat mich für immer mit diesem Haus verbunden.

Sie selbst sind in Merzenich geboren. Haben Sie nie darüber nachgedacht, im Karneval aufzutreten?

Kalle Pohl: Ich bin im Karneval aufgetreten, und die meisten Auftritte liefen gut. Dennoch muss ich sagen, dass die Karnevalsbühne nicht meine Bühne ist. Ich war und bin „Kleinkünstler“, ein Komödiant, der auch die leisen Töne liebt, doch die sind im Karneval fehl am Platz.

Sie haben schon in vielen verschiedenen Berufen gearbeitet. Sie haben eine Lehre zum Kaufmann und eine Ausbildung zum Polizeihauptwachtmeister abgeschlossen, waren Briefträger, Kellner, Musikhochschüler und Gitarrenlehrer, liest man auf Ihrer Internetseite. Wie sind Sie zum Kabarett gekommen?

Kalle Pohl: Nicht zuletzt durch all diese Berufe. Hätte ich einen von diesen Jobs weitergemacht, wäre ich vielleicht durchgedreht oder unglücklich geworden. Ok, als Komiker ist auch nicht immer alles leicht, aber immerhin komisch.

Was erwartet die Gäste am Mittwochabend im Talbahnhof? Worum wird es in Ihrem Programm gehen?

Kalle Pohl: Es geht um eine Reise durch mein bewegtes Leben, und dabei gibt es eine Menge zu lachen. Als Komiker darf man das sagen. Als Politiker würde ich durch eine solche Aussage meine Glaubwürdigkeit verlieren und abdanken müssen. Tja, wären Merkel und Co. doch nur mal ehrlich.

Auch die Musik spielt in Ihrem Programm eine wichtige Rolle…

Kalle Pohl: Früher war es die Gitarre, dann folgten meine Schangsongs zum Akkordeon, gefühlvoll ergreifend komisch. Musik spielt für mich eine große Rolle, auch was die Schauspielerei oder die Komik angeht, es muss swingen.

Das Jahr 2013 neigt sich langsam dem Ende. Welche Pläne haben Sie für 2014? Gibt es neue Projekte, auf die sich Ihre Fans freuen dürfen?

Kalle Pohl: Auch 2014 werde ich mein Publikum mit meinem derzeitigen Programm erfreuen. Vorher, im Januar und Februar, bin ich noch mit der Theaterkomödie „Diskretion Ehrensache“ auf Tournee, und im Herbst mit der Komödie „Ein schöner Schwede“. 2015 gibt es dann ein neues Soloprogramm und das wird auch saukomisch, denn die kleine Sau ist sicher wieder dabei.

Wird man Sie im Fernsehen wiedersehen oder bleiben Sie der Kleinkunstbühne treu?

Kalle Pohl: Im November war ich zu Gast bei Menschen der Woche beim SWR zu sehen und Silvester bin ich in der Gala von „Stratmanns“ im WDR zu sehen. Selbstverständlich bleibe ich der Kleinkunstbühne treu, darauf bin ich zu Hause und dort fühle ich mich wohl.

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