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Der SV Nothberg schlägt ein neues, bedeutsames Kapitel auf

Von: mic
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Aufbruch in eine bessere Zukunft: Torsten Stange wirbt neben dem Bauschild für das neue Sportlerheim. Im Hintergrund ist das alte Gebäude zu sehen, das erst nach Fertigstellung des neuen abgerissen wird. Die Caféteria und das Kassenhäuschen sind bereits „entsorgt”. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Nur die Bodenplatten zeugen noch davon, dass hier bis vor kurzem das Kassenhäuschen und die Caféteria standen: Die Arbeiten für den Neubau des Nothberger Sportheims haben begonnen. Noch in diesem Jahr soll das neue Heim, auf das der SV Nothberg seit langem wartet, fertiggestellt sein.

Mehrzweckraum als Herzstück

Herzstück des Gebäudes, das rund 190 Quadratmeter Nutzfläche bieten wird, ist ein großer Mehrzweckraum. Dazu kommen Umkleiden, Duschen, Toiletten sowie mehrere kleine Räume. Mit dem Neubau wird auch die Parksituation am Sportplatz Knippmühle entschärft, denn auf dem Gelände sollen dem Vernehmen nach insgesamt 18 Stellplätze entstehen. Unter Einbeziehung der Eigenleistungen des Vereins rechnet die Stadt mit Kosten von rund 300000 Euro, die durch Mittel aus dem Konjunkturpaket II gedeckt sind.

Mit dem Neubau des Sportlerheims verknüpft der Vorsitzende der Schwarz-Gelben, Heinz Hahn, auch die Hoffnung auf einen dauerhaften Fortbestand des SV Nothberg. „Als wir den Verein vor fünf Jahren übernommen haben, war es bereits fünf nach zwölf.” Mit „wir” meint Heinz Hahn vor allem Geschäftsführer Frank Maus und Beisitzer Torsten Stange, der zeitweilig die Kasse der Nothberger führte. „Damals haben wir im Jugendbereich mit den Bambini wieder ganz unten angefangen und darauf aufgebaut.”

Heute stellt der Verein mit den Bambini, zwei E- und einer C-Jugend immerhin vier Juniorenteams. „Die Jugend ist unsere Zukunft”, weiß Hahn und hofft, dass der SV, der derzeit 150 Mitglieder hat, durch das neue Sportheim gerade für Kinder und Jugendliche wieder attraktiver wird. Nachwuchs für den SV zu gewinnen, sagt er, sei keine leichte Aufgabe. Zum einen gebe es im Ort keine Schule mehr, zum anderen lockten gleich zwei Nachbarvereine mit Kunstrasenplätzen: Wenau und Bergrath. Der Vorsitzende freut sich, dass man auch den Seniorenbereich durch eine 2. Mannschaft stabilisieren konnte. Aus sportlicher Sicht ist man zufrieden, denn Nothbergs Erste hat sich im sicheren Mittelfeld der Kreisliga B etabliert.

Der Neubau, auf den der Verein schon viele Jahre wartet, kommt nun in die Gänge - und aus Sicht des Vereins keinen Tag zu früh: In dem alten, maroden Sportheim sei es unmöglich, nach einem Spiel oder dem Training noch zusammenzusitzen und die Geselligkeit zu pflegen.

Wer das Heim von innen gesehen hat, weiß, was Heinz Hahn meint. Der Verein hat viele Anstrengungen unternommen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. So hatte im März quasi jeder Nothberger Haushalt die Einladung zu einer Versammlung im Kasten. Die Resonanz war aus Vereinssicht eher enttäuschend, doch bekam der SV während des Treffens im Vereinslokal ein unerwartetes Angebot: Ein Meisterbetrieb aus dem Ort erklärte sich bereit, die komplette Elektroinstallation, also alle Arbeiten, kostenlos auszuführen. Zudem hatte jedes SV-Mitglied in einer persönlichen Absichtserklärung die Möglichkeit anzukreuzen, in welcher Form er sich an den Arbeiten beteiligen will.

Helfer legen Hand an

Das hat in jedem Falle gefruchtet, denn beim Abriss der beiden Nebengebäude, der Cafteria und des Kassenhäuschens, haben in den zurückliegenden Wochen rund 30 Helfer Hand angelegt. Hier, unmittelbar neben dem alten Sportheim wird das neue hochgezogen, so dass die bestehenden Räumlichkeiten bis zur Fertigstellung genutzt werden können. Diese Idee von Torsten Stange hatte Stadt und Planer überzeugt. Die Nothberger wollen sich soweit möglich mit Eigenleistungen am Neubau beteiligen. Sportreferent Dieter Kamp formulierte es am Dienstag im Sportausschuss, wo das Nothberger Vereinsheim kurz Thema war, folgendermaßen: „Alles, was verantwortbar zu machen ist, wird vom Verein gemacht.”

Abriss und Entsorgung sind, so weit möglich, erledigt. In etwa vier Wochen, so habe es ihm die Stadtverwaltung signalisiert, könne mit den Arbeiten begonnen werde, sagt Heinz Hahn. Damit schlägt der SV Nothberg ein neues, für ihn bedeutsames Kapitel in seiner langen Vereinsgeschichte auf. Übernächstes Jahr werden die Schwarz-Gelben hundert, und dieses Jubiläum werden sie in einem modernen neuen Zuhause feiern können.
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