Eschweiler - Dem Spielzimmer längst entwachsen

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Dem Spielzimmer längst entwachsen

Von: ran
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Programmieren kann ganz schön knifflig sein, stellten die Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung „Robotik“ fest. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Lego! Vier Buchstaben, die vielen Menschen Kindheitserinnerungen und -träume zurückbringen. Stundenlang konnte man sich in jungen Jahren mit den bunten Bausteinen beschäftigen und mit ihnen Modelle von unendlich vielen Dingen entwickeln und bauen. Und auch heute sind nach wie vor viele große und kleine Kinder im Legostein-Fieber.

Dabei gilt es aber nicht mehr, ausschließlich Kunststoff-Klötzchen zusammenzustecken. Technik heißt das Zauberwort, das auch im Schulunterricht eingesetzt werden kann und wird. Am Dienstagnachmittag fand nun am Berufskolleg Eschweiler zu diesem Thema eine Fortbildung für Lehrer aller Schulformen statt. Unter der Leitung von Marius Galuschka, Berater des Lernsystems „Lego Education“, befassten sich die Fortbildungsteilnehmer rund drei Stunden lang in Theorie und Praxis mit „Robotik“. Dabei standen zunächst Informationen zur Hard- und Software auf der Tagesordnung, bevor es an das Programmieren eines Lego-Roboters ging.

„Der Einsatz von Technik in der Schule, den Schülern also die Gelegenheit zu geben, in der Theorie Erlerntes in die Praxis umzusetzen, ist für einen Lehrer eines Berufskollegs natürlich von entscheidender Bedeutung“, betonte Studienrat Michael Bujotzek, Lehrer für Mathematik, Informatik und Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Automatisierungstechnik am Berufskolleg Eschweiler. Die Programmierung von Robotern sei im Fach Automatisierungstechnik inzwischen fester Bestandteil des Schulkonzepts. Und dies komme im Vollzeitbereich den Schülern der Höheren Berufsfachschule für Technik ebenso zu Gute wie angehenden Automatisierungselektronikern und Industriemechanikern, die während ihrer Ausbildung das Berufskolleg als Berufsschüler besuchen. „Um diesen Schülern noch bessere Lernmöglichkeiten zu verschaffen, haben wir unser Automatisierungslabor in Sachen Pneumatik und Elektropneumatik modernisiert“, unterstrich der Pädagoge.

Erfreuliche Nebeneffekte

„800 Lehrkräfte waren an der Entwicklung unseres praxisorientierten Lernsystems EV3´ beteiligt“, wusste Marius Galuschka zu Beginn des Seminars zu berichten. Bei Neu- und Weiterentwicklungen könnten die Verantwortlichen des dänischen Unternehmens darüber hinaus auf jahrelange Erfahrung setzen. „Schon seit 15 Jahren beschäftigen wir uns mit Robotik“, so der Fortbildungsleiter. Die Zielsetzung des neuesten Lernsystems sei gewesen, die Konstruktionsmöglichkeiten der Roboter zu optimieren. „Studenten der RWTH Aachen haben die neuen Roboter in acht Minuten zusammengebaut“, legte Marius Galuschka die Latte für die Fortbildungsteilnehmer hoch. „Wichtig ist, dass die Lehrer durch eigene Erfahrungen erkennen, wo die Schüler im praxisorientierten Unterricht Probleme bekommen könnten“, erklärte der Berater.

Einen weiteren positiven Aspekt, die „Robotik“ in den Unterricht zu integrieren, benannte Michael Bujotzek. „Die Handbücher, die wir im Unterricht benutzen, sind in englischer Sprache geschrieben. So lernen die Schüler nebenbei auch noch technikspezifisches Englisch, was ihnen im Berufsleben sehr nützlich sein wird.“ Nicht zu vergessen, dass die Programmierung eines Roboters auch noch Spaß mache, vor allem, wenn dieser am Ende das tue, was man ihm vorgebe. „Es rattert und macht Krach“, brachte es Christoph Happe, stellvertretender Schulleiter des Berufskollegs Eschweiler, abschließend auf den Punkt.

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