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Das Wasserwerk zapft die Sonne an

Von: Silvia Kurth
Letzte Aktualisierung:
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Viel Arbeit für die Solarindustrie: Auch die Stadt Eschweiler will auf ihren Gebäuden zügig Photovoltaikanlagen installieren lassen. Foto: ddp

Eschweiler. Das spart Geld und schont die Umwelt: Das Städtische Wasserwerk zapft nun auch die Sonne an. Ihm soll die Nutzung der Dachflächen auf öffentlichen Gebäuden zur Installation von Photovoltaikanlagen überlassen werden, wobei es eine nicht unbedeutende Rolle spielt, dass die Stadt die Mehrheitsbeteiligung an der Wasserwerks-GmbH hält.

Der Bauausschuss sprach sich jetzt einstimmig für die Übertragung auf das Wasserwerk aus. Lediglich die Dachfläche des Sportheims Laurenzberg wird einem privaten Betreiber überlassen, wie bereits 2008 beschlossen worden war.

Ansonsten ist die Ausbeute auf den Dächern der Stadt noch gering, wie Dietmar Widell (Grüne) bedauerte. Eine rasche Umsetzung der Nutzung von Sonnenenergie zeichnet sich nur für das Rathaus und die Eichendorffsporthalle ab. Die erste Ausschreibung für eine Anlage auf dem Rathaus habe jedoch „nicht zu einem vertretbaren Ergebnis” geführt, berichtet die Verwaltung. Deshalb läuft zurzeit eine erneute Ausschreibung. „Mit einem Ergebnis und der sich anschließenden Umsetzung ist in Kürze zu rechnen.”

Die Fassade des Rathauses, die mit ihrer Südausrichtung an der Indeseite für die Installation von Solarzellen prädestiniert erscheint, bleibt allerdings vorerst außen vor, nachdem ein Ingenieur-Büro zu dem Ergebnis gekommen ist, dass dies „wirtschaftlich nicht darstellbar” sei, wie die Verwaltung berichtete.

Nicht alle geeignet

Für die Eichendorffhalle wird in Kürze das Resultat der statischen Untersuchung erwartet. Sofern es in diesem Punkt keine Bedenken gibt, soll ebenfalls die Ausschreibung erfolgen.

Auf neun weiteren städtischen Gebäuden wurden seit Herbst vergangenen Jahres die Dächer auf ihre Eignung für Photovoltaikanlagen geprüft: der Haupt- und der Grundschule Jahnstraße, der Grundschule Weisweiler, der Haupt- und der Grundschule Dürwiß, den Grundschulen Bergrath und Bohl, der Sporthalle Kaiserstraße und der ehmaligen Schule Bergrath. Neben Ausrichtung, Dachneigung und eventueller Verschattung musste dabei auch der Zustand der Dächer berücksichtigt werden, denn aufgrund des 20-Jahres-Zeitraumes für die gesetzlich vorgesehene Mindestvergütung für neue Anlagen sind sie nur auf Dächern sinnvoll, die in diesem Zeitraum nicht instandgesetzt werden müssen.

Das Ingenieur-Büro, das die Dächer im Auftrag des Wasserwerks geprüft hat, kam zu dem Schluss, dass die Grundschule Bohl (Ausrichtung), die Grund- und Hauptschulen Dürwiß (Verschattung und Verschachtelung der Gebäudeteile) und die Sporthalle Kaiserstraße (Verschattung, statische Probleme) nicht geeignet sind.

Inzwischen wurde die Untersuchung weiterer städtischer Dachflächen aufgenommen. Zunächst werden die Sporthallen an den Grundschulen Bergrath und Weisweiler sowie an der Realschule, für die eine Sanierung ansteht, geprüft. Mit dem Ergebnis wird „spätestens” nach den Osterferien gerechnet, so dass - Eignung vorausgesetzt - bis zur Jahresmitte Photovoltaikanlagen installiert werden könnten.

Mit der Wasserwerks-GmbH würden zurzeit außerdem „intensive Gespräche” darüber geführt, die Dächer aller städtischen Gebäude zu überprüfen, besonders auch solche, die zur Sanierung anstehen. Bei neuen Gebäuden soll versucht werden, Solaranlagen von vornherein mit in die Planungen einzubeziehen. Konkret geschehen ist das bereits für das neue Feuerwehrgerätehaus in Weisweiler.

Überdies, so erklärte der Technische Beigeordnete Hermann Gödde, habe das Wasserwerk die Aufgabe erhalten, auch Flächen am Boden auf ihre Eignung hin ins Visier zu nehmen.
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