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Das Auto und der Winter: Wertvolle Tipps in eisigen Zeiten

Von: Stephan Vallata
Letzte Aktualisierung:

Düren. Spätestens wenn es scheppert, muss irgendetwas schief gelaufen sein. Ein kurzer Blick aufs Blechkleid verrät dann auch: Der Lack ist ab, die Stoßstange auf einmal viel zu kurvig, und der Scheinwerfer strahlt nicht mehr. Das kommt nicht von ungefähr. Schnee, Eis und Glätte fordern ihren Tribut auf den Straßen.

Es scheppert reihenweise. Dabei müssen sich nicht gleich dramatische Dinge abspielen. Ein Blechschaden reicht ja schon, um den Blutdruck in die Höhe zu treiben. Was also tun, wenn das Malheur passiert ist? Sei es als Verursacher oder Geschädigter. Unsere Zeitung hat die wichtigsten Antworten zusammengetragen.

Was ist unmittelbar nach einem Unfall zu beachten?

Beteiligte sollten anhalten, die Warnblinkanlage einschalten und das Warndreieck in einer Entfernung von - je nach Sichtverhältnissen - 50 bis 150 Schrittlängen aufstellen. Gegebenenfalls sollte man aus Sicherheitsgründen auch eine Warnweste anziehen, rät der ADAC. Unfallzeuge sollte man bitten, auf das Eintreffen der Polizei zu warten.

Muss ich die Polizei in jedem Fall informieren?

Nein, sagt Dürens Polizeisprecher Willi Jörres. „Es gibt keine Verpflichtung für Verkehrsteilnehmer, die Polizei hinzuzuziehen.” Allerdings rät Jörres dazu, dies bei Personenschäden und erheblichen Sachschäden unter Telefon 110 unbedingt zu tun - vor allem dann, wenn die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt ist. Die Polizeibeamten nehmen dann die Personalien auf, versuchen den Unfallhergang zu ermitteln und sichern Beweismittel. Der ADAC rät dazu, im Zweifel keine Angaben über den Unfallhergang zu machen, die über Angaben zu Person und Fahrzeug hinausgehen.

Sollte ich das Unfallgeschehen auch selbst dokumentieren?

Ja, dazu rät der ADAC ausdrücklich. Neben dem Austausch von Personalien, Fahrzeugdaten und Versichertenkarte der Unfallbeteiligten ist es ratsam, Fotos von der Unfallstelle aus Richtung der Fahrzeuge mit eventuellen Bremsspuren sowie allen sichtbaren Beschädigungen anzufertigen. Bei Bagatellschäden sollte man die Lage der Fahrzeuge mit Kreide markieren und möglichst rasch die Unfallstelle räumen.

Was passiert, wenn ich mich vom Unfallort entferne, ohne vorher anzuhalten?

In solchen Fällen ist die Rechtslage eindeutig: Wer sich als Beteiligter von einer Unfallstelle entfernt, begeht nach dem Strafgesetzbuch eindeutig Fahrerflucht. Der Verlust des Führerscheins, das Erlöschen des Versicherungsschutzes und eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren seien mögliche Konsequenzen, schildert Polizeipressesprecher Jörres. „Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt.”

Und wie geht es danach weiter?

Nach Angaben des ADAC ist jeder Versicherte dazu verpflichtet, seiner Versicherung binnen einer Woche schriftlich über jeden Versicherungsfall zu informieren. Geschieht dies nicht, kann der Versicherer Regress nehmen, wenn er den Schaden begleichen muss, weil etwa Zeugen den Unfallhergang so beschrieben wie der Unfallgegner.

Ohne vorherige Rücksprache mit dem Versicherer sollten Schäden am eigenen Fahrzeug, die über eine Kaskoversicherung abgedeckt sind, nicht repariert werden, rät der ADAC.
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