Das Amtsgericht ehrenamtlich als Schöffe unterstützen

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Eschweiler. Wenn ein Amtsgericht über Fälle der mittleren Kriminalität entscheidet und dabei Geld- oder Freiheitsstrafen, letztere bis zu vier Jahren, verhängt, wird ein Schöffengericht einberufen. Zwei dieser Laien-Richter sind gemeinsam mit einem Berufsrichter für einen Fall zuständig.

Beim Amtsgericht Eschweiler gingen im Jahr 2010 73 Schöffensachen ein, 2011 waren es 78 und 2012 75. Vor dem Jugendschöffengericht wurden 2010 195 Fälle verhandelt und in 2011 und 2012 jeweils 151. Für 2014 bis 2018 werden nun neue Schöffen gesucht: 72 Personen als Haupt- und Hilfsschöffen für Strafkammern und Schöffengericht sowie jeweils 27 Männer und Frauen als Jugendschöffen.

Diese ehrenamtliche Aufgabe darf nicht von allen Bürgern wahrgenommen werden. Ausgenommen sind Personen, die bei Beginn der Amtsperiode das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben sowie Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben oder bis zum Beginn der Amtsperiode vollenden. Weiterhin nicht zugelassen sind Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht für das Amt geeignet oder in einen Vermögensfall geraten sind. Voraussetzung ist, dass der Bewerber, wenn die Vorschlagsliste gemacht wird, in Eschweiler wohnt.

Gutes Deutsch ist ein Muss

Interessierte Bürger können sich schriftlich oder zu Protokoll beim Rechtsamt, Johannes-Rau-Platz 1, im Zimmer 183 bei Waltraud Reuter bewerben. Sie hält unter Telefon 71-493 auch weitere Informationen bereit. Speziellen Fragen zum Jugendschöffengericht beantwortet Silvia Frings vom Jugendamt unter Telefon 71-485.

Bei einer schriftliche Bewerbung müssen Familien-, Geburts- und Vorname, Geburtsort, Geburtstag, Beruf, Anschrift und Telefonnummer angegeben sein. Weiterhin muss eine Erklärung, dass man die deutsche Sprache gut beherrscht, beiliegen. Bewerbungsende ist der 31. März. Über die Aufnahme in die Vorschlagslisten entscheidet der Stadtrat. Die endgültige Entscheidung trifft anhand der Listen ein Wahlausschuss bei Gericht.

Zu diesem Thema bietet die Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen am Dienstag, 19. Februar, von 18.30 bis 20.30 Uhr im August-Pieper-Haus, Leonhardstraße 18-20, 52064 Aachen, eine Informationsveranstaltung an. Referent ist Dr. Matthias Quarch, Vorsitzender Richter am Landgericht Aachen. Der Teilnehmerbeitrag beträgt zehn Euro.

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