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Damit die Träume kleiner Kicker wahr werden

Von: Michael Cremer
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Hier gehts lang: Fußball-Lehrer Philipp Sattler übte mit den jungen Fußballern unter anderem Koordination, Technik am Ball und Zweikampfverhalten. Foto: Michael Cremer

Eschweiler. Wer hat als junger Fußballer nicht geträumt, eines Tages für einen großen Verein zu spielen oder gar im Nationaltrikot aufzulaufen? Talent, Ehrgeiz und Training lassen solche Träume manchmal Wirklichkeit werden. In einem Fußballcamp beim SC Bewegung Laurenzberg hatten jetzt 29 Nachwuchskicker die Gelegenheit, ihre Fertigkeiten zu verbessern. Und: Sie hatten jede Menge Spaß!

Für das zweitägige Camp hatte die Jugendabteilung des SCB Bernd Virnich mit seiner Fußballschule aus Düren gewinnen können. Unterstützung auf dem Platz erhielt Virnich dabei von seinem Assistenten Philipp Sattler und SCB-Jugendtrainer Mischa Miladinovic.

Zum Trainingsprogramm gehöre im Grunde all das, was man auf dem Platz können muss, sagt Bernd Virnich: Ballannahme und Ballführung, auch beidfüßig, die richtige Schusstechnik, Pass- und Lauftraining, Koordination, aber auch gezieltes Training mit jenen, die zwischen den Pfosten stehen.

Die Trainer hatten die 29 Kinder der Jahrgänge 1996 bis 2004 in drei Altersgruppen unterteilt, um dem Leistungsvermögen der Jungkicker möglichst gerecht zu werden. „Unser Trainingsplan”, betont Virnich, „richtet sich nach dem, was die Kinder können. Bei allem achten wir aber immer darauf, dass es keine Verlierer gibt.” Schließlich soll das Ganze Spaß machen und noch mehr Lust aufs Kicken wecken.

Diese Freude war dem Fußballnachwuchs auf dem Platz deutlich anzumerken, denn alle gingen mit großem Eifer zur Sache. Virnich legt bei alldem auch Wert auf die vermeintlich kleinen Dinge. So macht er, wie er sagt, bei vielen Kindern immer wieder eine falsche Fußstellung aus, die es zu korrigieren gilt. Hier ist Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Beides bewiesen die Trainer ein ums andere Mal.

Während die „Großen” sich unter Anleitung von Bernd Virnich beim Fußballtennis versuchten und die zweite Gruppe mit Mischa Miladinovic ein Spielchen auf zwei Tore machte, übten sich die Jüngsten im Dribbling. Dabei stellte so mancher fest: Das ist gar nicht so leicht, den Ball auf engstem Raum zu führen und die Hütchen zu umspielen, einmal links herum, einmal rechts und dann wieder links.

Zuvor hatte Philipp Sattler mit der selben Gruppe Koordinationstraining gemacht und die Kinder den „Flieger” spielen lassen: Alle kurvten mit seitlich ausgestreckten Armen über den Rasen mit der Vorgabe, dabei keinen anderen „Flieger” zu berühren.

Auch übte Sattler (der Mann ist 62 und spielt noch Kreisliga B!) mit seinen Schützlingen die Ballannahme mit anschließendem Torschuss ein, und dies beidfüßig. Dabei galt es, den Gegner, in diesem Fall ein Hütchen, zu umspielen und sich in die richtige Schussposition zu bringen.

Und wenn der Trainer Fehler bemerkte, pfiff er die Kinder auch schon einmal lautstark zurück. Auf den ersten Blick konnte der Beobachter den Eindruck gewinnen, der Philipp Sattler ist ganz schön streng. Aber die Kinder liebten ihn. Das zeigte sich spätestens am Ende des Camps, als Bernd Virnich zu den versammelten Fußballschülern augenzwinkernd meinte, beim nächsten Mal werde er darauf achten, „dass der Philipp nicht mehr mitkommt”. Es regte sich lautstarker Protest.

Kein Wunder, denn schließlich hatten die Kinder vieles gelernt. Zudem waren sie von Philipp Sattlers klarer Linie beeindruckt. So hatte es nach einem kurzen Knatsch untereinander, wie er bei Kindern halt vorkommt, eine kurze, aber deutliche Ansprache gegeben: „Fußball ist ein Mannschaftssport. Wir sind ein Team! Wir petzen nicht, wir vertragen uns.” Und natürlich spart ein guter Fußballlehrer nicht mit Lob: „Sehr gute Parade, Keeper!”, schallte es zum Beispiel über den Platz. Doch Sattler wäre nicht Sattler, käme nicht noch etwas hinterher: „Aber beim nächsten Mal hältst Du ihn fest!”

SCB-Jugendleiter Helmut Spannbauer und Mischa Miladinovic waren von den beiden Trainern beeindruckt: „Die beiden ergänzen sich gut und machen das ganz hervorragend.” Spannbauer hatte aber auch für die Helfer aus den Reihen der Jugendabteilung, hier vor allem für die Damen, ein großes Lob parat, die an beiden Tagen die hungrige Meute mit Frühstück und selbstgekochtem Mittagessen verpflegten. Dazu kam noch eine überraschende Spende vom Dürwisser Edeka-Markt, der den jungen Kickern eine große Kiste mit frischem Obst zukommen ließ. Die Kinder waren bestens versorgt.

Nach der erfolgreichen Premiere sind sich die Verantwortlichen der Jugendabteilung sicher: Es dürfte nicht das letzte Fußballcamp beim SC Bewegung Laurenzberg gewesen sein.
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