Dachgeschossbrand: Drei Familien auf der Straße

Von: cheb/pan
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Ein großer Dachstuhlbrand in Eschweiler-Röthgen beschäftigte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Feuerwehr. Foto: Ralf Roeger

Eschweiler. Drei Verletzte und drei obdachlose Familien sind die Folgen eines Dachgeschossbrandes an der Wilhelmstraße. Das Haus ist unbewohnbar, die Betroffenen sind noch in der Nacht bei Verwandten und Nachbarn untergekommen.

Freitagabend stand die Brandursache noch nicht fest. Die Polizei ermittelt, es gebe jedoch bisher keine Anzeichen von Brandstieftung.

Am Donnerstag erreichten mehrere Anrufe die Feuerwache um 22.28 Uhr. Rund 90 Einsatzkräfte und mehrere Löschzüge waren vor Ort. Sie mussten sich nicht nur um das Feuer an der Hinterseite des Hauses kümmern, sondern auch die zwölf Personen versorgen, die sich beim Ausbruch des Brandes im Haus aufgehalten haben. Sie wurden sofort evakuiert. Bei der Untersuchung stellten die Ärztze bei drei Betroffenen eine Rauchvergiftung fest. Die vier und drei Jahre alten Kinder wurden vorsorglich ins Stolberger Krankenhaus gebracht, eine 28-jährige Frau verbrachte die restliche Nacht im St.-Antonius-Hospital.

Eschweilers Feuerwehrleiter Harald Pütz zollte den Nachbarn Lob: „Die Hilfsbereitschaft war groß, die Betroffenen kamen in der Nachbarschaft und bei Verwandten unter.“ Eine Rückkehr ins Haus ist in den nächsten Wochen nicht möglich. Durch das Feuer verloren die Familien auch einen großen Teil ihres Besitzes. Deswegen hofft das Eschweiler Sozialamt auf Kleiderspenden, die es an die Familien weiterreicht.

Noch bis 2.30 Uhr in der Nacht blieben die Feuerwehrleute vor Ort. Trotz Wärmebildkamera und intensiver Untersuchungen meldete ein Nachbar um kurz vor 7 Uhr erneuten Rauch aus dem Dachgeschoß. Feuerwehr und Polizei rückten wieder an. Ein Balken, der das Dach mit dem des Nachbarhauses verbindet, hatte für die Rauchentwicklung gesorgt. Ein Teil der Wand und der Decke des Nachbarhauses musste geöffnet werden. Dort hatte ein Balken geglimmt. Noch einmal griffen die Feuerwehrleute zum Löschschlauch. Das Technische Hilfswerk sicherte den ausgebrannten Dachstuhl mit Stützen ab. So konnte die Feuerwehr am Freitagmittag melden: Von dem Dachstuhl geht jetzt keine Gefahr mehr aus.

Das Haus wurde von der Eschweiler Bauverwaltung bis auf weiteres für unbewohnbar erklärt. Sachverständige schätzten den Sachschaden am Morgen auf rund 50.000 Euro. Die Wilhelmstraße wurde für die Zeit der Arbeiten zwischen der Grachtstraße und der Feldstraße komplett für den Verkehr gesperrt.

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