Berschroth - Da wackelt das Zelt und da bebt die Bühne

Da wackelt das Zelt und da bebt die Bühne

Von: zsa
Letzte Aktualisierung:
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Das Nachwuchstanzpaar der Prinzengilde Bergrath, Melina Münstermann und Pascal Roth, schwang auf der großen Sitzung gekonnt das Tanzbein.

Berschroth. Wenn bei einer Karnevalssitzung nicht nur die Bühne wackelt, sondern auch das Zelt bebt, dann kann dies nur eins bedeuten - die Stimmung ist fabelhaft.

Und so war es auch bei der großen Sitzung der KG Prinzengilde Bergrath am Samstagabend im Festzelt an der Weierstraße.

Nachdem pünktlich um 19 Uhr die Prinzengilde mit ihren über 100 Uniformierten die Kapazität der Bühne auf heftigste strapazierte um sich dem Publikum zur Begrüßung zu präsentieren, konnte Präsident Günter Spitz in seiner Ansprache auch gleich unter Beweis stellen, dass er mittlerweile Eischwieler Platt gut beherrscht.

Dann hieß es auch schon „Bühne frei” für den ersten Programmpunkt: „D´r Tulpenheini”, Roland Paquot aus Belgien, klagte sein Leid über Ehefrau, Sohn und Schwiegermutter, aber selbstverständlich mit viel Humor. Anschließend war es Zeit für die ersten tänzerischen Einlagen des Abends: Zuerst wirbelte Kindermariechen Janine Biermann über die Bühne, ihr folgten die „Showpänz” mit einer Darbietung zum Thema „Eurovision”.

Als nächstes nahm das Karnevalskomitee Ehrungen verdienter Prinzengilde-Mitglieder vor: Jan Hartnacke erhielt den Silbernen Stern, Rudolf Kaul den BDK-Orden in Silber und Michael Schröder bekam für seine Verdienste um die Prinzengilde sogar den BDK-Orden in Gold. Anschließend überreichte Heinz Wimmer Präsident Günter Spitz einen Scheck zur finanziellen Unterstützung der guten Jugendarbeit der Prinzengilde. Als Gastgesellschaft begrüßte man in Bergrath dann die Eickener Karnevalsgesellschaft „Schöpp op” aus Mönchengladbach.

Diese hatten mit ihren Garde- und Mariechentänzen und auch mit ihren Fanfarentrompetern einiges für Auge und Ohr mitgebracht. Eine ordentlich (laut-)starke Darbietung gab es vom „Trommler-Klütteblöser-Regimentskapelle-Projekt”, bestehend aus dem Trommler und Pfeifercorps der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Eschweiler, den Klütteblösern der KG Lätitia Blaue Funken Artillerie Weisweiler und der Regimentskapelle der KG Prinzengilde.

Für den ersten Höhepunkt des Abends sorgte „Die unmögliche Möchtegerndame Lieselotte Lotterlappen”, Joachim Jung. Wie ein frischer Wind zog sie durchs Zelt und machte sich mit ihren frechen Kommentaren dabei viele „Freunde” im Publikum. Aber auch der Elferrat blieb nicht von der flinken Zunge der „Comedy-Oma” verschont. Die hervorragende Leistung wurde mit der ersten Rakete des Abends belohnt - dafür gab´s reichlich Zugaben.

Weiter ging es mit dem Nachwuchstanzpaar der Prinzengilde, Melina Münstermann und Pascal Roth, und der großen Wache, die mit ihren Tanzdarbietungen die Zeltbühne wahrlich zum Beben brachten. Für musikalische Unterhaltung sorgten dann „Brass on Spass”, die zwar anfangs mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, aber schließlich doch mit Karnevalshits wie „Dicke Mädchen haben schöne Namen” oder „Bickendorfer Büdche” das Zelt zum Tanzen brachten.

Zum zweiten Mal standen dann Ehrungen an, diesmal durch die KG Prinzengilde selbst. Zum Dank für 33 Jahre Mitgliedschaft, von denen er allein 17 Jahre Präsident war, wurde Peter Flor ausgezeichnet. Auch Michael Schröder, der seit 44 Jahren Mitglied der Prinzengilde ist, 26 Jahre im Vorstand aktiv war und vor 25 Jahren sogar die Ehre hatte als Zeremonienmeister „seinen” Prinz Ralf I. zu begleiteten, wurde geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt.

Showtanz und Livemusik

Für ihr Engagement im Verein wurden auch Dinah Berg, Steffi Jelic und Lara Spitz geehrt, sie erhielten den Verdienstorden 1. Klasse. Mit jeweils einem silbernen Stern der Prinzengilde wurden Peter Keller, Achim Basse sowie Beate Mansfeld, die nach 11 Jahren am Samstagabend aus der großen Wache verabschiedet wurde, ausgezeichnet.

Trotz des kurzfristigen Ausfalls eines Tänzers und der damit verbundenen Umstellung der Choreographie wusste das Regimentstanzcorps „Klömm Erop” der Prinzengilde das Publikum mit seinem Auftritt zu überzeugen. Anschließend wurde es aufgrund einer nötigen Programmänderung gleich doppelt musikalisch. Zunächst gaben die Regimentstrompeter der Prinzengilde viele Kölner Karnevalslieder, wie „Das Wasser von Kölle” oder „Viva Colonia” zum Besten. Und auch die Eschweiler Mundartband „Stabelsjeck” hatte mit „Alles, was ich will”, „Hey Kölle, do bes e Jeföhl” oder „Schenk mir dein Herz” einige Hits im Gepäck.

Getreu dem Motto „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist” begeisterte zum Abschluss eines kurzweiligen Abends noch eins der Aushängeschilder der Prinzengilde, die Showtanzgruppe „Op Zack” zum Thema „Der Schuh des Manitu” mit ihrem fulminanten Tanz das Publikum.
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