Eschweiler - Christine Prayon ist Profi-Animateuse mit Komik-Diplom

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Christine Prayon ist Profi-Animateuse mit Komik-Diplom

Von: jlm
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Christine Prayon überzeugte als „Diplom-Animateuse“ ihre Gäste mit ihrem Soloprogramm im Talbahnhof.

Eschweiler. „Ich bin von Beruf Komikerin, also ausgebildet, also professionelle Berufskomikerin, diplomierte, staatlich geprüfte Diplom-Komikerin, wenn man so will Profi-Unterhalterin, Profi-Animateuse mit Komik-Diplom.“

Die „DiplomAnimateuse“, auch bekannt unter dem Namen Christine Prayon, bewies am Donnerstagabend im Talbahnhof, dass auch Frauen lustig sein können.

Mit einem Seitenhieb auf die Lokalpresse zitierte sie die Überschrift „Christine Prayon wagte sich in erfrischendem Frauenkabarett“, die Unterscheidung zwischen einem Männer- und einem Frauenkabarett gebe es zu Recht nicht. Mit humorvollen Anekdoten, Witzen und Liedern begeisterte sie ihr Publikum und gab hier und da auch Privates preis. Damals habe sie gedacht, sie fange vielleicht als Krankenhausclown an, mit 30 wäre sie dann im Dschungelcamp oder Assistentin von Andreas Lanz. Jetzt sei sie 40… „Warum klappt das denn nicht?“, so die Künstlerin, bevor sie einen ihrer Witze zum Besten gab: „Kommt ein Mann in ne Bäckerei und sagt: Ich hätte gerne sechs Brötchen. Sagt der Bäcker: Nehmen Sie doch sieben, dann haben sie eins mehr.“

„Jetzt weiß ich’s!“, entfuhr es ihr dann auf einmal. Der Grund, warum das mit der Karriere nicht klappe, sei: Sie sehe für den Beruf einfach zu gut aus. Vielleicht sollte sie ein Model-Diplom machen, mit 40 sei das schließlich eine Marktlücke.

Das Spiel mit der Illusion und die Darstellung verschiedenster Rollen und Facetten ihrer Selbst beherrschte schließlich den weiteren Verlauf des Abends. Sie leide nämlich an Schizophrenie – oder etwa doch nicht? Mittels Haloperidol unterdrückt, kämpften sich schließlich diverse Persönlichkeiten in den Mittelpunkt des Geschehens auf der Bühne, im Kampf für bessere Bedingungen und gegen die Arbeitslosigkeit. Seit „la Prayon“ das Medikament nehme, würden sie schließlich alle nur noch aufeinander rum hocken.

Eine wichtige Frage des Abends lautete: Gibt es den deutschen Humor? „Kant hat schon gesagt, die Deutschen haben keinen Humor. Er hat jahrelang Kabarett gemacht, dabei hielten das alle für Philosophie.“ Der Beweis für die Existenz des deutschen Humors sei jedoch schnell gefunden: Bei Ausgrabungen in Stuttgart, so die Künstlerin, „da, wo die den Bahnhof beerdigen“, habe man das Skelett eines Mannes mit einem Furzkissen gefunden. „Über die Qualität sagt das natürlich nichts aus“, stellte Prayon fest, aber humoristisches Potenzial sei vorhanden.

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