Christian Leuchter und Frank Lersch sind das designierte Prinzengespann

Von: Tobias Röber
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Prinz und Zeremonienmeister in spe: Christian Leuchter (links) und Frank Lersch. Foto: Tobias Röber
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Auf eine gemeinsame musikalische Vergangenheit blicken Frank Lersch (2.v.l.) und Christian Leuchter (rechts) bereits zurück: In der Band „Kühleborns“ gaben sie Ostermann-Klassiker zum Besten.

Eschweiler. Es war ein Thekengespräch im Jahr 1996. Aber nicht eins dieser, die viele (Männer) nur zu gut kennen. Bei denen man am nächsten Morgen aufwacht und sich fragt: „Was hat mich denn da geritten?“ An dieses Gespräch im Jahr 1996 erinnern sich Christian Leuchter und Frank Lersch nur zu gut. Es war in einem Kölner Brauhaus in unmittelbarer Domnähe. Damals nahmen sie sich vor, Prinz und Zeremonienmeister zu werden.

Seit Mittwochabend steht fest: Christian Leuchter und Frank Lersch sind die designierten Eschweiler Narrenherrscher der Session 2013/14. Für beide geht damit ein Traum in Erfüllung.

Speditionskaufmann und Koch

Für Christian Leuchter war schon sehr früh klar, dass er einmal Prinz werden möchte. Geboren am 30. Januar 1977, besuchte er die KGS Stadtmitte und baute sein Abitur 1997 an der Bischöflichen Liebfrauenschule, absolvierte seinen Wehrdienst, machte eine Ausbildung zum Speditionskaufmann und studierte BWL.

15 Jahre arbeitete er in einer Spedition, seit dem 1. Januar leitet der zweifache Vater das Servicecenter des St.-Antonius-Hospitals.

Frank Lersch besuchte auch die KGS Stadtmitte, ging dann zum Städtischen Gymnasium, an dem er 1995 sein Abitur machte, war ebenfalls bei der Bundeswehr, absolvierte die Ausbildung zum Koch, ging zwei Jahre nach London, bevor es ihn zurück in die Heimat zog.

Die 4. Korporalschaft

Mit der Eschwiele Fastelovend kamen beide schon sehr früh in Berührung. „Meine Eltern waren schon in der Scharwache, mein Vater war Jugendkorporal. Außerdem habe ich alle Jugendtanzgruppen durchlaufen“, sagt Christian Leuchter und betont: „Ich habe schon mit zehn, elf Jahren gesagt, dass ich Prinz werden will.“

Gesagt, getan, nennt man das wohl. Bei Frank Lersch war es ähnlich. Er war als Page in der Session 1981/82 unter Prinz Heinz II. (Jansen) und Zeremonienmeister Heinrich (Bierfeld) unterwegs und wollte schon früh „Prinz oder Zeremonienmeister“ werden.

„Alle paar Jahre habe ich wieder daran gedacht, wenn ich auf dem Speicher meine Pagenuniform gesehen habe“, erzählt Lersch.

Das neue Narrenherrscher-Duo in spe hat sich dann auch in der Scharwache kennengelernt – oder gesucht und gefunden, wenn man so möchte. Genau genommen in der 4. Korporalschaft, die übrigens heute Morgen zu einer Studienreise nach Brüssel aufgebrochen ist.

Gleich danach wird sicher weiter für die Session geplant. Im Planungsgremium greifen Thorsten Ingermann und Manfred Sittart als Prinzenführer, Axel Sawall als Schatzmeister sowie David und Simon Hendriks, die sich um den Fuhrpark kümmern, dem Duo unter die Arme.

Für reichlich Unterstützung ist also gesorgt. Davon zeugen nicht zuletzt die 40 Fanfarentrompeter, die bereitstehen. Unterstützung gibt es auch seitens der Familien. „Anders wäre es auch nicht möglich“, betont der neue designierte Narrenherrscher.

In der Scharwache tragen die beiden übrigens folgende Namen: Christian Leuchter ist „Tissy“. Warum? „Ich konnte als ganz kleines Kind meinen Namen nicht richtig aussprechen und habe immer Tissy gesagt“, erklärt er und grinst. Frank Lersch heißt „Pils“. Genau, so wie das Getränk. Was nicht ganz passt: „Ich bin irgendwann ‚konvertiert‘ und bin jetzt passionierter Kölschtrinker“, sagt er und lacht.

Um eine Sache kümmert sich der Prinz in spe selbstredend höchstpersönlich: die Musik. Seit 1997 ist Christian Leuchter bei den Inde-Singers, mit Musik hat er im Alter von zwölf Jahren begonnen. „Ich wollte damals unbedingt Gitarre spielen“, erinnert er sich.

Als er dann E-Gitarre spielen sollte, kehrte Christian Leuchter der Musik kurzzeitig den Rücken. Allerdings nur für wirklich kurze Zeit. Bereits mit 14 Jahren fing er an, eigene Stücke zu schreiben. In zahlreichen Bands war er in der Folge dabei, bei den Inde-Singers ist er bis heute geblieben.

Eine gemeinsame musikalische Vergangenheit hat das Duo auch. Vor vielen Jahren spielten sie für kurze Zeit in der Band „Kühleborns“, die alte Ostermann-Lieder zum Besten gab.

Und was erwartet die Eschweiler mit dem neuen Gespann? „Wir wollen den Spagat zwischen Tradition und Moderne schaffen“, sagt Christian Leuchter. Die eine oder andere gute Idee, wie sie das umsetzen wollen, stammt sicher aus einem Thekengespräch ...

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