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„Carmina Mundi“ gibt Konzert in der Dreieinigkeitskirche

Von: ran
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Bereiteten den Zuhörern in der proppenvollen Dreieinigkeitskirche eine Reihe außergewönlicher Momente voll intensiver Klangerlebnisse: Die Sängerinnen und Sänger des Aachener Kammerchors „Carmina Mundi“ unter der Leitung von Harald Nickoll. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Intensiv und feinfühlig, im musikalischen Sinne „rein“, aber ungemein emotional – so bereiteten die Sängerinnen und Sänger des Aachener Kammerchors „Carmina Mundi“ unter der Leitung von Harald Nickoll während ihres (Vor-)Weihnachtskonzerts „Gabriel‘s Message“ dem Publikum am späten Sonntagnachmittag in der vollbesetzten Dreieinigkeitskirche eine Reihe außergewöhnlicher Klangerlebnisse.

Dabei machten die Protagonisten, die vom Violinisten Andreas Schäffer unterstützt wurden, ihrem Namen, der aus dem Lateinischen in das Deutsche übersetzt „Lieder der Welt“ bedeutet, alle Ehre, standen doch (zumeist zeitgenössische) Advents- und Weihnachtslieder aus zahlreichen Ländern, angefangen mit Norwegen, Schweden und Finnland über Rumänien und Griechenland bis hin zu Großbritannien und Deutschland, auf dem anspruchsvollen Programm.

Schon der Auftakt des Konzerts, den der Chor mit der Interpretation von „Serenity – O Magnum Mysterium“ des Norwegers Ola Gjeilo gestaltete, ließ eine feierlich-andächtige Stimmung in der mit einer wunderbaren Akustik ausgestatteten Dreieinigkeitskirche entstehen. Gleich zweimal rückte das im 16. Jahrhundert von Michael Praetorius vollendete Lied „Es ist ein Ros entsprungen“ in den Mittelpunkt: Zunächst die von Jan Sandström im Jahr 1990 komponierte Fassung, bei der sich die Chormusiker im Gotteshaus verteilten und so einen mitreißenden Wiederhall-Effekt erzeugten, im direkten Anschluss dann das Original, in dem sich laut Harald Nickoll „die Unberührt- und Zartheit der Adventszeit widerspiegelt“.

Meisterlich akzentuiert erklang „In dulci jubilo“, ebenfalls von Michael Praetorius komponiert, wunderbar aufeinander abgestimmt brachte der Chor das beinahe archaisch anmutende Lied „parthenos simeron“ aus dem altgriechisch-byzantinischen Kulturkreis dar. Der Vollkommenheit der Schöpfung zollten die Sänger mit Hugo Distlers „Ich brach drei dürre Reiselein“ Tribut. „Gott lässt unser Leben, die Natur gedeihen“, so Harald Nickoll.

Enorm emotionale Momente folgten, als mit „I denne sote juletid“ das in Schweden wohl bekannteste Weihnachtslied erklang, das herzlichen Zwischenapplaus herausforderte. Geradezu mystisch schloss sich der Konzertkreis mit der Komposition „Stars“ des Letten Eriks Esenvalds, bei der die Chorsänger mit Hilfe von gefüllten Wassergläsern einen Klangteppich hervorzauberten, den sie präzise übersangen und das Publikum in Begeisterung versetzten. Dieses dankte mit langanhaltendem und stehend dargebrachten Applaus. Eine bemerkenswerte Zugabe rundete das Konzert würdig ab: Das Meisterwerk „Ave Maria“ („Bogoroditse Dyevo“) von Sergej Rachmaninov ließ weder Sänger noch Zuhörer unberührt.

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