Buntes Programm bei der Sitzung der KG Löstige Afrikaner

Von: ran
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Ein internationales Programm begeisterte die Besucher der Sitzung der Löstige Afrikaner. Foto: Andreas Röchter

Eischwiele. Sie bereichern seit inzwischen einem Vierteljahrhundert die „Eischwiele Fastelovend“ und gehören mit ihren fantastischen Kostümen zu den Schmuckstücken jedes Rosenmontagszugs. Mittlerweile haben die Mitglieder der KG Löstige Afrikaner aber auch den Sitzungskarneval der Indestadt erobert.

Dies stellten sie während ihrer vierten Kostümsitzung im vollbesetzten Saal des Burghofs eindrucksvoll unter Beweis. Dabei ging es naturgemäß international zu: Faszinierende Ausflüge auf den schwarzen Kontinent, in die Südsee, nach New York, in den Wilden Westen und ins Kelmiser Schwimmbad begeisterten das närrische Volk ebenso wie beeindruckende „Dance-Power“ aus Eschweiler.

Zunächst gab es aber erst einmal die Löstigen Afrikaner „pur“. Denn angeführt von Präsident Dieter Heinen zog die stolze Truppe ausnahmsweise und wohl den Temperaturen geschuldet in anderer, nämlich nicht-afrikanischer Aufmachung, dafür aber mit klingendem Spiel, in den Saal ein. „So sehen wir im richtigen Leben aus“, stellte Dieter Heinen seine Mädels und Jungs vor. Kurz darauf ließ mit dem siebenjährigen Tanzmariechen Julina Böhmer eine ganz junge Afrikanerin die Herzen der Jecken im Saal höher schlagen, als sie während ihres fulminanten Tanzes fragte, „Wer hat an der Uhr gedreht?“

Der Spielmannszug der Afrikaner forderte anschließend „Schenk mir ein Foto“, stellte fest „Du bes de Stadt“ und versprach „Ich bau dir ein Schloss“. Dann griff kein Geringerer als Komitee-Präsident Norbert Weiland zum Mikrofon: „Ich bin hocherfreut zu sehen, wie gut eure Sitzung besucht ist“, stellte er fest, um unmittelbar darauf mit Isa Mager und Willi Sauerbier zwei verdiente Löstige Afrikaner mit dem Komiteeorden Erster Klasse auszuzeichnen.

Dann folgten „ulkige“ Momente: Zunächst entführte die Jugendshowtanzgruppe der KG Ulk Kelmis die Zuschauer in den Wilden Westen und stellte unter Beweis, dass Cowboys und Indianer auf afrikanischen Bühnen glänzend harmonieren, bevor die KG Ulk Oberröthgen für rund 30 Minuten das Kommando übernahm. „Vor 25 Jahren ging ein neuer Stern am Eschweiler Fastelovends-Himmel auf, der in sensationellen afrikanischen Kostümen aus echtem indestädtischen Holz geschnitzt ist“, lobte Präsident Heinz-Michael Raby und gab das Motto „Gemeinsam Jeck“ aus.

Tanzmariechen Janine Kronenberg, der Tanz der Wache und der Regimentsspielmannszug trieben das Stimmungsbarometer weiter in die Höhe, die „Shining Dance Stars“ präsentierten sogar einen neu einstudierten „Dschungel-Tanz“. Belgische Eigenarten brachte De Kohlebuur zum Ausdruck, als er auf ein sportliches Jahr zurückblickte. „Fußball-EM, Olympiade und ich Schützenkönig“, lauteten die Höhepunkte. Und bei erstgenanntem Ereignis gab es Erfreuliches über den Nachbarn zu vermelden. „Was waren die Holländer bei der EM schlecht. Wir Belgier haben da mehr Charakter, wir fahren erst gar nicht hin.“ Stattdessen werden in Kelmis außergewöhnliche Schwimmbäder gebaut: „Können darin denn auch die Nichtschwimmer stehen? Natürlich, nur nicht überall atmen.“

Und weiter ging es Schlag auf Schlag: Die Original Eschweiler ließen ihrer Ankündigung „Let‘s get loud“ Taten folgen, unternahmen eine Stippvisite zum „Bickendorfer Büdchen“ und bekamen „Alles was ich will“, bevor sieben „Böse Mädchen“ der „Bösen Buben“ einen tänzerischen Leckerbissen darboten. Als dann Zeremonienmeister Frank die Audienz seiner Tollität Wolfgang II. ankündigte, hielt es die Jecken im Saal nicht auf ihren Stühlen. Zunächst ließ der Prinz einen Rosenregen auf seine Untertanen niedergehen, dann huldigte er der Indestadt mit den Songs „Uns jecke Stadt“ und „Du ming Heimat“. Die Belohnung: Dieter Heinen überreichte den Hausorden, „der ansonsten nur den Löstigen Afrikanern zusteht.“

Musik zum Träumen präsentierte „Trompetenclown“ Jürgen Oelke alias „Jo Clowny“. Mit Evergreens wie „En unserem Veedel“ oder „Ich war noch niemals in New York“ animierte er seine Zuhörer zu einer Polonaise in Richtung Bühne. Die neu formierte Musical-Company „Musical-Key“ mit Janina Adrian, Sarah Freialdenhofen, Saskia Latussek, Anna-Katharina Krahe sowie dem Tanzpaar Jessica Hellenbrandt und Jürgen Sachadä zeigte beeindruckende Tanz- und Stimmpower und zeigte sich dabei selbstbewusst: „Ich will alles oder gar nichts!“

Aus einer fernen Galaxie

Nach Ausflügen auf fast alle Kontinente konnte nun nur noch ein Besuch aus einer fernen (Karnevals-)Galaxie, sprich, aus einer nicht ganz weit entfernten Kaiserstadt folgen: Und dabei kann natürlich kurzzeitig die Orientierung komplett „flöten“ gehen. Zwar verwechselte die „Stadtwache Oecher Börjerwehr“ zunächst Bergrath mit Bergheim und wähnte sich auf der Bühne der „Pappchinesen“, doch dies tat der Laune auf und vor der Bühne keinen Abbruch. Nachdem alle Klarheiten beseitigt waren, ging es mit den „Jeck Bläck Jeäl-Ohs“ unter dem Motto „Sonne, Palmen, weißer Sand, die Börjerwehr am Südseestrand“ an eben diesen.

Und auch der Musikzug ließ sich nicht zweimal bitten und sorgte mit „Aber bitte mit Sahne“ für beste Laune. Schunkeln, singen, tanzen war schließlich noch einmal angesagt, als die Inde-Singers mit „Ach Marie“, „De Mädcher“, „Wir stonn op et Leave“ sowie einem Höhner-Medley einen fulminanten Schlusspunkt unter fünf Stunden „Löstige Afrikaner vom Feinsten“ setzten.

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