Bunte Show und ein paar Tränen bei der Trammebülle

Von: vab
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Der letzte Tanz: Steffie Kämmerling und Kevin Schleip erlebten einen hochemotionalen Abend.

Eischwiele-Röetsche. Tschingderassabum: Fulminant haben die St. Jöriser Stoppelhusaren die Fremdensitzung der KG Fidele Trammebülle eröffnet. Präsident Dieter Klöckner samt Karnevalsgesellschaft hatte dem Abend schon lange entgegengefiebert. Mit dem obligatorischen „Mariechen, tanz!“ eröffnete er den bunten Reigen, bei dem in der Delio-Arena im Haus Flatten (nicht nur) vor Lachen kein Auge trocken blieb.

Auftakt des Abends war die Büttenrede von Sandra Reiter von der KG Rote-Funken-Artillerie Eschweiler, die vor allem den Damen im Publikum einiges an Spaß bereitete: Mit der Versicherung „Ich habe nichts gegen Männer. Jedenfalls nichts, was hilft!“ hatte sie zumindest den weiblichen Teil des Publikums auf ihrer Seite. Mit schmissigem Gardetanz und dem Auftritt der trompetenden Weisweiler samt fetziger Big-Band-Atmosphäre, gepaart mit Songs wie „Schatzi, schenk mir ein Foto“, war das Eis dann aber auch bei den Männern gebrochen.

Beim Einzug von Prinz Christian III. stand das Publikum schließlich auf den Stühlen: Unter Luftschlangen begraben, betrat der Prinz samt Hofstaat die Bühne und wurde feierlich zum Oberverkehrsmeister der Trammebülle ernannt.

Höhepunkt des Abends allerdings war der letzte Tanz von Steffie Kämmerling und Kevin Schleip. Nach elf Jahren als Tanzpaar wurden die zwei verabschiedet. Schon während des letzten Tanzes musste Kämmerling die ein oder andere Träne verdrücken, als sich der ganze Saal in ein Wunderkerzenmeer verwandelte, mussten Taschentücher gereicht werden. „Es ist ein sehr trauriger Moment, wenn ein solches Spitzentanzpaar in den Ruhestand geht“, sagte Dieter Klöckner. Für ihr Engagement wurden Kämmerling und Schleip mit dem Tanzpaarorden des Vereins Bund Deutscher Karneval geehrt.

Den Tränen Einhalt gebot (jedenfalls ein bisschen) der Einzug der Gäste der KG Narrenzunft Pumpestich, samt dem Auftritt von Mariechen Vanessa Jungbluth. Bei heißen Rhythmen von „Mamboleo“ und „Bailando“ musste dann auch Präsident Klöckner im Hintergrund automatisch mitsingen.

Frenetischen Jubel gab es beim Auftritt des Männerballetts als Hahnhaufen samt Toleranzparole „Janz ejal, ob de Hohn bist oder Hahn!“ Egal auch, dass gar keine Hühner auf der Bühne standen – stramme Männerwaden und haarige Knie unter den Strumpfhosen haben sicher jedes Frauenherz im Publikum höher schlagen lassen.

Top-Musik gab es von „De Halunke“ aus Stolberg, die mit Metal, Punk und „Samba di Colonia“ die Bühne rockten. Sogar – nach vorsichtiger Nachfrage – mit einem Lied aus Düsseldorf: „An Tagen wie diesen“ riss auch den letzten im Publikum in jauchzende Karnevalsstimmung.

Das Lied „Ich sauf dich mir schön, Chérie“ in der Büttenrede der „2 Lausbuben“ machte jeden Sitznachbarn im Saal miteinander bekannt.

Den Abschluss des Abends bildete die Trammebülle-Showtanzgruppe „Fame“ und der Aufmarsch der KG Rote-Funken-Artillerie, die ihren „Funkenblock“ präsentierten. Noch ein letztes Mal schunkeln und tosender Applaus für alle Beteiligten: der gelungene Abend der „Tramm“ ging zu Ende.

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