Eschweiler - Brustaktionstag: Positive Signale in schweren Zeiten

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Brustaktionstag: Positive Signale in schweren Zeiten

Von: mut
Letzte Aktualisierung:
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Modische Kopfbedeckungen zeigte Carla Dohmen-Heikoop (links) mit ihrem Team beim Brustaktionstag. Foto: Anna Reinmuth

Eschweiler. Frauen waren eindeutig in der Mehrheit im Elisabethheim am St.-Antonius-Hospital. Lediglich eine kleine Anzahl männlicher Besucher durften am Dienstag zu Beginn der Veranstaltung anwesend sein. Es ging um das Thema „Brustkrebs”.

Erkrankte Frauen müssen nach der Diagnose einen schweren Weg durchlaufen, bei dem genau diese Veranstaltung Hilfe leisten sollte. Welche Therapiemöglichkeiten gibt es derzeit, und wie können erkrankte Frauen ein normales Leben weiterführen?

Mit kleinen Tipps und Tricks vom Fachmann sollte an diesem Nachmittag geholfen und informiert werden. Ein abwechslungsreiches Programm stellte das negativ beladene Thema „Brustkrebs” in ein etwas anderes Licht. Natürlich könne die Krankheit nicht schöngeredet werden, doch der Umgang und das Leben mit Brustkrebs könne angenehmer und leichter gestaltet werden.

Prof. Dr. Christian Karl, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Sprecher des Euregio-Brust-Zentrum Eschweiler, eröffnete die Veranstaltung mit einem Dank an all seine Kollegen, unter ihnen Dr. Anastasia Fleuster, Oberärztin und Netzkoordinatorin am St.-Antonius-Hospital, für die erfolgreiche und professionelle Zusammenarbeit. Nur im Team könne man eine derart professionelle Arbeit im Gebiet Brustkrebs durchführen. Neben Prof. Dr. Karl war es lediglich Dr. Josef Beuth an diesem Tage als Mann gestattet, zu Wort zu kommen.

Dr. Josef Beuth von der Universitätsklinik Köln veranschaulichte mit seinem Fachvortrag „Gut durch die Therapie” die Grundlagen unterstützender Therapien bei Chemo- und Strahlenbehandlungen. Durch ergänzende naturheilkundliche Mittel könne man die Nebenwirkungen der Krebstherapie mildern. Seine Schilderungen und Erläuterungen fanden unter den anwesenden Frauen großen Anklang und unzählige Fragen wurden im Plenum diskutiert und beantwortet.

Unabdingbar und essentiell im alltäglichen Leben eines jeden Menschen und während einer Therapie bei erkrankten Frauen sei es, immer an sich zu denken und eine Form „gesunden Egoismus” zu besitzen. Mit der Bitte, an sich zu denken und etwas für sich zu tun, verabschiedete sich nun auch der letzte Mann aus dem Saal.

Frauen unter sich und was könnte da schon anderes passieren als: Licht aus, Musik an - eine Modenschau mit tollen Dessous sowie Kopfbedeckungen löste große Begeisterung aus. Erkrankte und wieder geheilte Frauen präsentierten Wäsche vom Allerfeinsten. Gezeigt wurde Bekleidung für Frauen, die beispielsweise eine Amputation der Brust erlitten, durch eine Prothese und den richtigen BH dennoch völlig unbeschwert leben können.

Peppige Kopfbedeckungen wie Mützen und Perücken in trendigen Schnitten sollten klar machen, dass auch Haarausfall während einer Therapie, kein Untergang sein muss. Moderne Gestaltungen und flippige Designs sprechen jede Frau auch in einer schwierigen Situation an.

Überblick aller Möglichkeiten

Weiterhin standen lokale Orthopädie- und Sanitätshäuser wie auch Anbieter von Permanent-Make-up Frage und Antwort und ermöglichten den Frauen einen Überblick aller Möglichkeiten in diesem Bereich.

Trotz all dieser attraktiven und nützlichen Möglichkeiten kann die Krankheit Brustkrebs nicht positiv beschrieben werden. Doch lassen kleine Hilfen in Form von Perücken, Mützen und Prothesen eine verletzte Seele und ein geringes Selbstbewusstsein, wenn auch nur ein wenig, aufblühen.

Ein männerfreier Nachmittag im Elisabethheim sollte die Frauen sensibilisieren, das Leben in allen, auch in schwierigen Lagen möglichst angenehm und schön zu gestalten.
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