Eschweiler - Bruce Kapusta in St. Barbara: Trompete zaubert Weihnachtsstimmung

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Bruce Kapusta in St. Barbara: Trompete zaubert Weihnachtsstimmung

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Festliche Stimmung in der Kirche St. Barbara: Bruce Kapusta bei seinem Weihnachtskonzert am Montagabend.

Eschweiler. Seien wir doch ehrlich: Es sind nicht so sehr die hochvirtuosen musikalischen Kabinettstückchen, die den Menschen direkt zu Herzen gehen, sondern die schlichten, getragenen Weisen, die bekannten Lieder, die man als Kind gehört und gesungen hat.

Lieder wie „Stille Nacht”, „Kommet ihr Hirten” oder „Alle Jahre wieder”. Und wenn das dann noch von einem Trompeter gespielt wird, hell und strahlend, zu dezenter Geigenbegleitung und Kerzenschimmer, dann ist die Weihnachtsstimmung perfekt.

Advent auf kölsche Art

Genau diese Weihnachtsstimmung zauberte der Kölner Trompeter Bruce Kapusta, in der Karnevalszeit auch bekannt als „der Clown mit der Trompete”, am Montagabend in die Kirche St. Barbara im Stadtteil Pumpe-Stich, und das Publikum in der voll besetzten Kirche ließ sich gern bezaubern.

Advent und Weihnacht auf kölsche Art - eingeladen hatte dazu die Siedlergemeinschaft Jägerspfad, die ihren Mitgliedern und den vielen weiteren Besuchern damit eine große Freude machte. Vorsitzender Walter Goy begrüßte die Zuhörer und bedankte sich bei der Gemeinde Heilig Geist, die für das Konzert unentgeltlich die Kirche St. Barbara zur Verfügung gestellt hatte. Andreas Lutter vom Pfarrgemeinderat wünsche ebenso allen Gästen einen vergnüglichen und besinnlichen Abend.

Geschichten mit Annemie Lorenz

Der Altarraum von St. Barbara war in geheimnisvolles Dunkel getaucht, nur vom Licht der Adventskerzen erhellt, als zum Beginn des Konzerts die Musik anschwoll und der Trompeter, eingefangen von einem einzelnen hellen Scheinwerfer, nach vorn schlenderte. Beleuchtung und Lichteffekte machen viel aus, wenn Bruce Kapusta Trompete spielt. Dass der strahlende Trompetenklang auch in der letzten Reihe perfekt zu hören war, ebenso wie die vom Band kommende orchestrale Begleitung, dafür sorgten Lautsprecher und das Mikrophon an der Trompete. Die Abstimmung mit der Technik ist da perfekt. Kapusta ist mit seinem Weihnachtslieder-Programm in diesen Wochen täglich im Rheinland unterwegs, manchmal mit zwei Konzerten pro Tag, und oft sind die Säle ausverkauft.

„Fröhliche Weihnacht überall!” Kapusta forderte bei den schönsten deutschen Weihnachtsliedern die Zuhörer zum Mitsingen auf, ging auch schon mal dem Scheinwerfer entgegen durch die Zuschauerreihen. Auch das „Ave Maria” gehört zu einem solchen stimmungsvollen Programm, dazu bekannte Melodien aus dem angelsächsischen Raum, wie „White Christmas” oder das amerikanische Weihnachtslied „Joy to the World”, dessen Melodie aus dem „Messias” von Händel stammt. Aber auch Weihnachtslieder in Kölner Mundart spielte und sang Bruce Kapusta, mit eindrucksvoll sanfter Baritonstimme. Bei „Höösch fällt d´r Schnie” kreisten dann weiße Schneeflocken-Lichter im Altarraum.

Viel zur vorweihnachtlichen Stimmung trugen die Geschichten und Gedichte bei, die Annemie Lorenz vortrug. Die Kölner Alleinunterhalterin, die im Karneval auch schon mal mit Büttenreden und Gesang zur Gitarre auftritt, hatte ebenso anrührende wie lustige Geschichten ausgewählt, mit denen sie das Eschweiler Publikum unterhielt.

Heimkehr im Schnee

„White Christmas” und „Leise rieselt der Schnee” - zwar sei die weiße Pracht gerade wieder weggetaut, plauderte Bruce Kapusta zwischen seinen stimmungsvollen Liedern, doch auf eine weiße Weihnacht könne man ja immer hoffen.

Selten ist eine solche Hoffnung so schnell in Erfüllung gegangen wie am Montag in Eschweiler. Noch während des Konzertes begann es heftig zu schneien, und als die vielen Besucher aus der Kirche kamen, fanden sie ihre ringsum in den Straßen um St. Barbara abgestellten Autos tief verschneit vor.

Da gab es dann, gleich nach den musikalischen Winterfreuden, die automobilen Winterfreuden des Scheiben-Freikratzens und des Nach-Hause-Rutschens.
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