Brettharte Riffs und leise Töne

Von: psi
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Gute Laune trifft harte Riffs
Gute Laune trifft harte Riffs und trockenen britischen Humor: Gitarrist und Sänger Larry Miller gab wieder mal alles bei „Blues meets Rock”. Foto: Paul Santosi

Eschweiler. Wie heißt es doch so schön in einem klassischen US-Bier-Werbespot? „Its Miller Time!” Und mit genau diesem Slogan begann der Brite Larry Miller sein Konzert im Kulturzentrum Talbahnhof.

Miller fackelte nicht lange herum und schüttete erstmal sein Gitarren-Füllhorn mit direkt in die Beine gehenden Songs und brettharten Riffs ins Publikum, das innerhalb weniger Takte voll auf seiner Seite stand.

Es war der letzte Auftritt seiner kleinen Europa-Tournee und er und seine Band freuten sich offensichtlich auf die Rückkehr nach Hause. Mit „Wir sparen uns das beste immer für den Schluss auf” machte Larry Miller seine Gäste auf die Besonderheit dieses Auftrittes aufmerksam.

Erst hart, dann zart

Den rockig-harten Spannungsbogen hielt er fünf bis sechs Stücke durch, bevor er mit „Delilah”, einer ruhigen Ballade, erstmals etwas Druck und Geschwindigkeit herausnahm. Viele der Besucher schätzen Larry Millers Nähe zu seinem großen Vorbild Rory Gallagher und hatten wohl auch deswegen weitere Anreisen etwa aus den benachbarten Niederlanden angetreten. Diese Fans bediente der britische Musiker schließlich am Ende des ersten Teils mit dem Gallagher-Klassiker „Messinwith the Kid”.

Auch im zweiten Teil lieferte Larry Miller exzellenten Bluesrock in dem für ihn typischen Stil, mit wehender Langhaarmähne, schweißtreibenden Soli und viel Körpereinsatz. Das Ganze immer wieder durchsetzt mit seinem breiten Grinsen mitten ins Publikum hinein, mit dem er auch jederzeit ins Bühnenbild der Muppet Show hineinpassen dürfte.

Mit der 95. Auflage von „Blues meets Rock” bewies Klaus Schmidt mal wieder ein Händchen für den Publikumsgeschmack.

Die Konzertserie macht nun erstmal eine wohlverdiente Sommerpause, bevor es danach mit Tony Hudspeth & Band weitergeht. Unter den illustren Gästen im zweiten Halbjahr befinden sich unter anderem die Carl Verheyen Band am 30. September, das Duo Bargel & Häuser am 9. November, und Rob Tognoni am 6. Dezember. Vor allem Bargel & Häuser dürfte gemessen an der riesigen Nachfrage beim letzten Mal schnell wieder ausverkauft sein. Es lohnt sich also vorzubestellen. Was sich Klaus Schmidt für den runden 100. „Blues meets Rock”-Termin im Kulturzentrum ausgedacht hat, das verrät er erst nach der Sommerpause.
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