Braungebrannt mit Puffeln und bunten Ringelsocken

Von: Sarah Maria Berners
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Lecker Puffele: Ute Gier, Detti Freialdenhoven und Mara Serdar päsentieren die Köstlichkeiten ihrer Bäckerei. Foto: Sarah Maria Berners

Eischwiele. Ab heute gilt der Ausnahmezustand. Die Stadt ist in den nächsten Tagen fest in der Hand des Narrenherrschers Prinz Stephan II. Jetzt wird geschunkelt.

Gummistiefel bleiben im Keller

Denn das hilft ja bekanntlich gegen Kälte. Die Hauptsache ist, es regnet nicht. In diesem Jahr meint es Petrus gut mit den Jecken. Zumindest am heutigen Fettdonnerstag. Für Wieverfastelovend sagen die Meteorologen Sonnenschein und einige wenige Wolken vorher. Es bleibt trocken, Gummistiefel und Regenjacken können im Keller liegen bleiben. Schnee, der im vergangenen Jahr die Jecken bibbern lies, ist nicht in Sicht. Von Flip-Flop-Wetter können die Meteorologen angesichts der gefühlten Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt allerdings auch nicht sprechen. Den jecken Wievern, die in ihren Miniröcken und knappen Kleidchen unterwegs sind, empfiehlt sich also zumindest eine dicke Strumpfhose.

Strapse für die Herren

Apropos Strumpfhosen: Die sind an den Tollen Tagen natürlich besonders gefragt. Im Strumpf- und Wäschemagazin von Monique Molls gibt es sie in allen Farben. Ob leuchtend Rot, Mintgrün, geringelt oder als Netzstrumpfhose. „Das beste Kostüm sieht nicht wirklich gut aus, wenn die Strumpfhose nicht passt”, sagt Mitarbeiterin Doris Hamm. Und bisher habe man noch zu jedem Kostüm das richtige Beinkleid gefunden. Sei es für Tiger, Leoparden, Schmetterlinge oder Punks. Gerne darf es auch ein bisschen mehr Stoff sein, schließlich weiß man nie, ob et Sönnche schingt. Und da können dicke Overknees nicht schaden. Auch die Herrn der Schöpfung verirren sich vor Fastelovend in die Wäschegeschäfte. Schließlich brauchen auch sie ein Kleid fürs Bein - mit Eingriff versteht sich. „Außerdem sind Strapse gefragt”, verrät Monique Molls, „für jecke Auftritte”.

Disco-Stil ist gefragt

Jecke Auftritte wird es in den nächsten Tagen einige geben. Dabei ist alles gefragt, was glitzert und glänzt. „Der Disco-Stil liegt in diesem Jahr besonders im Trend”, erzählt Gabi Willms, die ein Stoffgeschäft betreibt und auch fertige Kostüme vertreibt. Piraten sind zwar immer noch in, aber der Fluch-der-Karibik-Boom ist wohl vorbei. Und so werden auf den Straßen wohl weniger Piraten und mehr bunte Discokugeln unterwegs sein.

Sonne für die Stimmung

Die Stoffmenge ist bei einigen Kostümen knapp bemessen und da soll die Haut natürlich knackig braun sein. In vielen Sonnenstudios ist deswegen vor Karneval der Bär los. „Männer wie Frauen wollen sich vor Karneval ein wenig Farbe abholen, schließlich sind viele Kostüme trotz der winterlichen Temperaturen recht freizügig”, erzählt Sigrid aus dem Studio in der Marienstraße. Mit dem Karneval komme schließlich der Frühling und viele Jecken wollten nach dem tristen Winter auch ein wenig Sonne tanken. Das hebt die Stimmung!

Puffel Alaaf!

Im bunten Treiben auf den Straßen werden viele traditionsbewusste Jecken in den Bäckereien nach Leckereien Ausschau halten. Viele Puffel, Quarkmuzen, Muzenmandeln und Apfelberliner werden über die Ladentheken der Bäckereien gehen. Auch im Schaufenster der Bäckerei Gier locken die Leckereien. „Die Zeit in der wir große Massen gebacken haben, ist aber vorbei”, sagt Ute Gier. Das Kaufverhalten sei anders, das Angebot vielfältiger geworden. Für viele gehört der Puffel zum Fastelovend aber einfach dazu.
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