Eschweiler - Brauch mit Symbolcharakter: 1200 Hochzeitsbäume schmücken die Stadt

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Brauch mit Symbolcharakter: 1200 Hochzeitsbäume schmücken die Stadt

Von: anka
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Eine bleibende Erinnerung für die Frischvermählten: Claudia und Christian Wolny pflanzten ebenso wie zehn andere jüngst getraute Paare aus Eschweiler ihren eigenen Hochzeitsbaum in Kinzweiler. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Genauso wie der Brauch an sich, ist auch schon die „Hochzeitsbaum-Pflanzaktion” in der Indestadt längst zu einer lieb gewonnenen Tradition für die Frischvermählten geworden.

Bereits seit 30 Jahren lädt die Stadt Eschweiler nämlich die jüngst getrauten Paare zwei Mal im Jahr dazu ein, Obstbäume zu pflanzen - so auch am Freitagnachmittag am Begauer Mühlenweg am Rande Kinzweilers. Augerüstet mit der passenden Arbeitskleidung, Schaufeln, Gummistiefeln und nicht zuletzt mit einem großen Packen an Elan, ließen es sich dieses Mal elf Paare nicht nehmen, unter der Anleitung von zwei Forstarbeitern mit Kirsch- und Apfelbäumen ein Denkmal für ihre Zweisamkeit zu setzen.

„Das Interesse an der Hochzeitsbaum-Pflanzaktion ist in den letzten Jahren stetig gewachsen; so wurden insgesamt bisher rund 1200 Bäume im ganzen Stadtgebiet gepflanzt”, freute sich Hedwig Assenmacher von der Abteilung für Freiraum und Grünordnung der Stadtverwaltung, die die Aktion federführend betreut, über den Erfolg der Aktion. Auch der Technische Beigeordnete der Stadt, Hermann Gödde, gratulierte noch einmal allen Paaren herzlich zu ihrer Vermählung und hoffte darauf, dass aus den Hochzeitsbäumen ebenso Lebensbäume, aus Nachbarbäumen ebenso vielleicht eines Tages Nachbarschaften entstehen werden.

Die Tradition, die in der Indestadt im Jahre 1980 erstmalig auflebte, geht auf einen alten Brauch zurück: Schon immer gelten Bäume als Sinnbilder des Lebens, die seit jeher verehrt werden. Gleichzeitig symbolisierten Bäume in der Vergangenheit Orte der Ungeborenen und Fruchtbarkeit, woraus wahrscheinlich der heute noch gepflegte Hochzeitsbrauch entstand.

„Dieser Brauch ist also nicht nur eine schöne Erinnerung für die Paare selbst, sondern erfüllt ebenso eine gute Funktion in den Ortsrandteilen, da wertvoller Lebensraum und Ausgleichsflächen für die Tierwelt geschaffen werden”, erläuterte Hedwig Assenmacher.

Und wer weiß, vielleicht erfüllt der Hochzeitsbaum bei dem einen oder anderen Paar schon bald seinen Symbolcharakter, so dass mit Kind und Kegel demnächst leckere Kirschen und Äpfel gepflückt werden können.
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