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„Blues meets Rock”: Mit Charme, Stil und einer Prise Glamour

Von: ran
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Bereiteten dem Publikum währe
Bereiteten dem Publikum während des 100. „Blues meets Rock”-Konzerts einen Hörgenuss der besonderen Art: „Jenny Boneja & the Ballroomshakers”. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Ein Abend, der eines Jubiläums würdig war! Das 100. Konzert der Reihe „Blues meets Rock” markierte einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Reihe, die im Oktober 2003 startete.

Mit „Jenny Boneja & the Ballroomshakers” gastierte am Montag eine Band auf der Bühne des Talbahnhofs, die ihre Zuhörer auf eine Reise in den Rhythm & Blues der 40er- und 50er-Jahre führte. Musikalische Qualität, Ausstrahlung, Charme, Stil und auch eine Prise Glamour standen dabei mehr als zwei Stunden lang im Mittelpunkt des Geschehens.

Vorschusslorbeeren

Besondere Situationen erfordern natürlich auch besondere Maßnahmen, so änderten Jenny Boneja und ihre vier Mitstreiter Stefan Scholz (Saxofon und Gesang), Peter Pelzner (Gitarre), Harry Hirschmann (Kontrabass) und Jochen Schmidt (Schlagzeug) ausnahmsweise ihr Intro. Erscheint die Frontfrau des Quintetts nämlich sonst immer erst auf der Bühne, nachdem die vier Instrumentalisten einige Takte gespielt haben, trat sie diesmal gleichzeitig ins Rampenlicht. Der Grund: Kulturmanager Max Krieger ließ es sich nicht nehmen, der Deutsch-Amerikanerin zur Feier des Tages einen Blumenstrauß zu überreichen.

Derart mit Vorschusslorbeeren geschmückt, griff Jenny Boneja anschließend in die Vollen und begeisterte die Zuhörer mit ihrem umfang- und facettenreichen Gesangs- und Stimmrepertoire. „I just wanna make love to you” stellte sie zunächst fast beiläufig fest, um kurz danach aufzufordern „Do you wanna, come and get it”.

Die Themen Liebe und Lust, aber eben auch Verlust, prägen zahlreiche Songs der „Ballroom-shakers”. Und so lautete auch am Montagabend eine ihrer Fragen: „How can you leave a man like this?” Der Feder von Stefan Scholz entsprungen ist der emotionsgeladene Song „Set my soul on fire”, den er gemeinsam mit Jenny Boneja ausdrucksstark interpretierte.

Überhaupt ergänzten sich die Sängerin und ihre vier Instrumentalisten glänzend. Das Quintett bildet auf der Bühne eine Einheit, die aber jedem der fünf Bandmitglieder ausreichend Raum für individuelle Freiheiten lässt. Diese nutzt Stefan Scholz zu kraftvollem Gesang und einfühlsamen Saxofon-Klängen, Peter Pelzner zu technisch einwandfreien, teils aber verwegenen Gitarrenriffs, Harry Hirschmann zu unaufdringlichen Kontrabasstönen, die die Seele streicheln und Jochen Schmidt zu entfesselten Schlagzeugsoli.

Letzteres im wahrsten Sinne des Wortes: Denn als seine vier Mitstreiter während des zweiten Teils des Konzerts für ihren Drummer die Bühne räumten, ließ dieser sich nicht zwei Mal bitten und wirbelte mehrere Minuten lang mit seinen Trommelstöcken zunächst über sein Instrument, um dieses dann zu verlassen und Bühne, Stehtische und Gläser der Gäste zu Instrumenten zweckzuentfremden.

Beeindruckt zeigte sich das Publikum aber nicht zuletzt von der Vielseitigkeit der Frontfrau, die mal frech und verspielt, mal samtig verrucht den Songs Leben einhauchte. Ob beim impulsiven „Snatch and grab it”, dem locker-flockigen „Each day”, dem melancholischen „Teardrops from my eyes”, dem temperamentvollen „Mambo Italia” oder dem eindeutigen „I only want you” - stets stellte Jenny Boneja eine fantastische Bühnenpräsenz unter Beweis.

Klar, dass das Publikum nach dem gut zweistündigen Hörgenuss eine Zugabe forderte - und auch bekam. Der Klassiker „My baby just cares for me” bildete einen grandiosen Abschluss eines großartigen Jubiläumskonzerts. Auf die nächsten Hundert!
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