Eschweiler-Neu-Lohn - Blausteinseecup: Alle Eschweiler Teams sind schon draußen

Blausteinseecup: Alle Eschweiler Teams sind schon draußen

Von: Andreas Röchter und Tobias Röber
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Trotz aller Bemühungen kamen die Akteure des FC Rhenania Lohn (rechts) in ihrem Achtelfinale gegen den JSV Baesweiler fast immer einen Schritt zu spät. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler-Neu-Lohn. Was die Ergebnisse aus indestädtischer Sicht angeht, war der 18. Blausteinseecup ein Flop. Das kann man schon nach vier Tagen festhalten. Nachdem Rhenania Eschweiler bereits zum Auftakt eine 2:8-Niederlage gegen den TuS Langerwehe hatte hinnehmen müssen, verloren auch der Gastgeber Rhenania Lohn und der SV St. Jöris ihre Achtelfinalpartien sowie Hehlrath und Weisweiler am Wochenende.

Rh. Lohn – JSV Baesweiler 1:5 (0:1)

Die Rhenania verschlief den Start! Schon in der 2. Minute tauchte der JSV-Angreifer Antonio D‘Augello frei vor dem Lohner Tor auf. Torhüter Alexander Lück klärte zur Ecke und parierte Sekunden später auch einen Kopfball glänzend. Wieder einige Augenblicke später war jedoch auch der Rhenania-Schlussmann machtlos, als Dominik Exel die zweite Baesweiler Ecke per Kopf zur Führung für den JSV verwandelte.

Der neue Rhenania-Trainer Michael Krings fand von der Seitenlinie deutliche Worte, um seine Jungs zu wecken. Zunächst mit überschaubarem Erfolg. Nach gut 20 Minuten kam Lohn dann etwas besser in die Partie, nutzte jedoch die sich bietenden Möglichkeiten nicht konsequent genug. Auf der anderen Seite blieb Baesweiler mit Kontern gefährlich, da die Rhenanen defensiv sehr offen agierten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit intensivierte Lohn seine Angriffsbemühungen weiter, agierte jedoch unglücklich. So bekam Norman Elkenhans in der 53. Minute einen Freistoß nicht unter Kontrolle. Vier Minuten später eine ähnliche Szene: Die JSV-Abwehr fing einen zu kurz getretenen Freistoß ab und startete einen schnellen Konter gegen die weit aufgerückten Rhenanen. Francesco Alberga umkurvte Alexander Lück und schob den Ball zum 0:2 in das leere Tor.

Nun ging es Schlag auf Schlag und weitere acht Minuten später war die endgültige Entscheidung gefallen. Cenk Kozaman und erneut Dominik Exel erhöhten in der 61. beziehungsweise 65. Minute auf 4:0 für Baesweiler. Doch damit nicht genug. In der 76. Minute schraubte Roy Vonderbank das Ergebnis gegen eine vollkommen entblößte Rhenania-Abwehr auf 5:0. Zehn Minuten vor dem Abpfiff war es schließlich Norman Elkenhans, der den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte.

SV St. Jöris - SV Kohlscheid 7:8 n.E. (2:2, 1:2)

Die erste ausgeglichene Partie des 18. Blausteinseecups begann mit einem Blumenstrauß, den der Rhenania-Vorsitzende Hans Krahe und sein Vize Willi Jansen den Aufsteigern des SV St. Jöris überreichten. Und der unangefochtene C-Liga-Meister der abgelaufenen Saison legte gegen den A-Ligisten aus Kohlscheid dann auch gleich los wie die Feuerwehr.

Bereits in der 3. Minute tauchte Tobias Streusser glänzend freigespielt vor dem gegnerischen Tor auf, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an KSV-Torwart Marcel Uschkurat. Dieser entschärfte wenig später einen schönen Schlenzer von Maik Engelhardt. Den abgewehrten Ball drückte Tobias Streusser per Kopf über die Linie, doch ein berechtigter Pfiff von Thorsten Berg stoppte den Jubel. Abseits!

Dann bewahrheitete sich einmal mehr die alte Fußballregel „Wer vorne nicht trifft, wird hinten bestraft“, denn in der 15. Minute nutzte Lars Feuser gleich die erste SVK-Torchance zur 1:0-Führung. St. Jöris ließ sich keinesfalls entmutigen. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel wurden die Bemühungen des B-Liga-Aufsteigers belohnt: Jeremy Weber erspähte eine Lücke in der Kohlscheider Abwehr und zog mit der „Picke“ aus rund 18 Metern ab. Marcel Uschkurat blieb nur noch das Nachsehen.

Wer nun gedacht hatte, das Unentschieden hätte bis zur Halbzeit Bestand, sah sich getäuscht. In der 44. Minute flog ein Freistoß in den St. Jöriser Strafraum, wurde per Kopf verlängert und der am langen Pfosten postierte Daniel Deutz musste den Ball aus kurzer Entfernung nur noch über die Linie drücken. Statt 1:1 hieß es zum Seitenwechsel also 1:2 aus St. Jöriser Sicht.

Unter Flutlicht ging es in die zweite Halbzeit, in der sich St. Jöris-Keeper Ulrich Herzog als erster auszeichnen konnte, als er in der 58. Minute nach einer schönen Kombination des SVK in höchster Not rettete. Drei Minuten später glichen die Indestädter zum zweiten Mal aus: Tobias Streusser spielte einen schönen Steilpass auf Christian Bittins. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten, spielte Torhüter Marcel Uschkurat aus und schob zum verdienten 2:2 ein.

Vom Strafstoßpunkt sah es dann zunächst gut aus für den SV St. Jöris. Ulrich Herzog entschärfte den zweiten Versuch der Kohlscheider, während Christian Bittins und Tobias Streusser für den Neu-B-Ligisten sicher verwandelten. Kevin Neumann traf jedoch nur den Pfosten. Die Situation war einmal mehr ausgeglichen.

Die nächsten sieben Schützen, darunter Michael Lisowski, Kai Vonderbank und Jeremy Weber für St. Jöris, trafen. Als Schütze Nummer 14 schritt dann Niklas Lothmann zum Elfmeterpunkt. Und der Akteur des SV St. Jöris verzog. Doch trotz des Ausscheidens gab der SV St. Jöris beim Blausteinseecup eine gute Visitenkarte ab und scheint für die B-Liga-Saison bestens gerüstet.

Sportfreunde Hehlrath – Alem. Mariadorf 0:4 (0:3)

Überhaupt nichts zu holen gab es für die Sportfreunde Hehlrath, die beim 0:4 gegen Alemannia Mariadorf chancenlos waren. Vor allem in der ersten Hälfte musste man Sorgen haben, dass der Bezirksligist aus Alsdorf die Hehlrather so richtig abschießt. Nach drei frühen Toren war der Drops bereits gelutscht, und der B-Ligist aus der Indestadt musste einsehen, dass dieser Gegner mindestens eine Nummer zu groß war. In der zweiten Hälfte ließ Mariadorf es dann etwas ruhiger angehen und schoss nur noch ein Tor.

Fortuna Mönchengladbach – Fortuna Weisweiler 3:1 (2:1)

Diese Niederlage darf man getrost in die Kategorie „Völlig unnötig“ einsortieren. Der frisch gebackene Aufsteiger in die Kreisliga A aus Weisweiler ließ nämlich beinah schon unfassbar viele Großchancen liegen. Nach 25 Minuten stand es bereits 2:0 für die Mannschaft aus Mönchengladbach, nur zwei Minuten danach hatte Sascha Jesse die große Chance auf den Anschlusstreffer. Er scheiterte jedoch vom Elfmeterpunkt. Zehn Minuten später machte er es besser und verkürzte auf 1:2.

Mit Wiederanpfiff stellte der B-Ligist vom Niederrhein den alten Abstand wieder her. Weisweilers Trainer Frank Löhr raufte sich im Anschluss gleich mehrfach die Haare. Mustafa Selmani tanzte die Abwehr aus und schoss den Ball an den Pfosten. Wohlgemerkt stand nur ein Feldspieler zwischen ihm und dem Torerfolg. Auch Mustafa Selmani und Samir Quindi tauchten frei vor dem gegnerischen Tor auf – und das nicht bloß ein Mal. Unermüdlich rannten die Weisweiler Fortunen auf das Tor der Namenscousine an, allerdings ohne Erfolg und so ist auch die letzte Eschweiler Mannschaft am Sonntag ausgeschieden.

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