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Blausteinsee: Fleißige Helfer sammeln jede Menge Unrat ein

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Die fleißigen Helfer am Blausteinsee nach getaner Arbeit. Rund 20 Müllbeutel wurden am Samstag mit Abfall gefüllt. Foto: Städteregion Aachen

Eschweiler-Dürwiß. Am Blausteinsee fand jetzt wieder die alljährliche Müllsammelaktion statt. Vor Ort waren Mitarbeiter des Umweltamtes der Städteregion Aachen, der Landschaftswacht der Städteregion Aachen, der Naturschutzverbände BUND und NABU, sowie des THW.

Die Freizeitnutzung im frei zugänglichen Blausteinseebereich hat auch 2016 wieder für viele Hinterlassenschaften gesorgt. Dort entfernten die 30 Helfer gezielt den Müll. In diesem Jahr gab es deutlich weniger Abfall zu sammeln, als in den Jahren zuvor. Begründet ist das damit, dass Mitarbeiter der Blausteinsee GmbH mittlerweile schon ganzjährig den angeschwemmten Abfall entsorgen. Die Ausbeute füllte jetzt dennoch rund 20 blaue Müllsäcke.

Die Natur- beziehungsweise Artenschutzaktion konzentrierte sich auf das nördliche, östliche und südliche Ufer in Richtung Frohnhoven und Neu-Lohn. Dort wurde zum Schutz von Tieren und Pflanzen zu Land und auf einem Teil des Sees mittlerweile ein Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier sind jegliche Nutzung und das Betreten verboten.

Der Zeitpunkt der Maßnahme ist so gewählt, dass während der Vegetationsruhe und vor der Brutzeit der Tiere sämtlicher Unrat vor dem Frühjahr eingesammelt werden kann. Denn Behälter aus Plastik, Glas oder Blech sind Todesfallen für zahlreiche Kleintiere und fördern die Brandgefahr im Sommer. Umherschwimmende Gegenstände wie beispielsweise Holzpaletten können zudem Schwimmnester von brütenden Wasservögeln im Uferbereich zerstören.

Aufgrund der regelmäßig durchgeführten Tierzählungen konnten in den vergangenen zehn Jahren mehr als 190 Vogelarten sowie Kleinsäuger, Amphibien und bedeutsame Insektenarten am Blausteinsee nachgewiesen werden. Diese Tiere sind auf einen ungestörten Lebensraum in der ansonsten intensiv landwirtschaftlich und industriell geprägten Landschaft angewiesen.

Zu diesem Zweck wurde die Abgrenzung zwischen dem Naturschutzgebiet und dem für Wassersport zugelassenen Bereich mit einer Bojenlinie wiederhergestellt. Mit zwei Booten des Technischen Hilfswerks wurden die Naturschützer auf kürzestem Weg zum Einsatzort transportiert. Auf diese Weise erfolgte dann auch der Abtransport des eingesammelten Unrates aus dem Naturschutzgebiet per Boot zur Zwischenlagerung im Containerbereich bei der Seebühne.

Gegen Mittag endete die Bergung des Mülls und der Fremdstoffe im Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Als kleinen Dank hatte die Freizeitzentrum Blausteinsee GmbH allen Helfern wieder ein Mittagessen in den Vereinsräumen des dortigen Segelclubs spendiert.

Viele Helfer sind Stammgäste bei der Aktion. So beispielsweise die Familie Hark, die vom Opa bis zu den Enkelkindern wieder aktiv für den Naturschutz war. Auch 2018 wollen Sie alle wieder mit dabei sein und helfen, dass am Blausteinsee Natur- und Freizeitnutzung in Einklang stehen können.

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