Blausteinsee-Cup: Alemannias Veteranen sind ohne Chance

Von: Patrick Nowicki
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„Kalla” Pflipsen zieht ab, G
„Kalla” Pflipsen zieht ab, Günter Delzepich wirft sich dazwischen - vergebens: Die Weisweiler Elf schlug Alemannia mit 12:1.

Eschweiler. Ballstaffetten zum Zungeschnalzen, Kabinettstückchen mit dem Ball und jede Menge Tore - das hat es am Mittwochabend zum Auftakt des 15. Blausteinsee-Cups des FC Rhenania Lohn gegeben.

Zugegeben, die Bewegungen der Akteure waren nicht mehr so schnell und flüssig, und auch die Torzahl war recht einseitig verteilt, dennoch gab es für die Fans viel zu sehen. Zum Beispiel „Kalla” Pflipsens Heber zum 7:0 für die Weisweiler-Elf. Am Ende hatte die Traditionsmannschaft vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach mit 12:1 die Nase vorn gegen die Veteranen von Alemannia Aachen.

Prominente Ex-Kicker

Manch junger Zuschauer vermisste sicherlich die ganz großen Namen. Ein Blick in die Annalen des deutschen Profifußballs hätte aber schnell gezeigt, dass einige prominente Kicker die Schuhe am Mittwoch geschnürt hatten. Allen voran der inzwischen 75-jährige Jupp Martinelli von Alemannia Aachen.

Vom Weltmeister-Jahr 1954 bis 1970 streifte er das schwarz-gelbe Trikot über und wurde als einer der besten defensiven Mittelfeldspieler Deutschlands Vize-Meister hinter Bayern München. Gleiches gelang Thomas Hengen mit Kaiserslautern, ehe er seine Karriere in Aachen beendete. Oder auf der anderen Seite „Kalla” Pflipsen, der Deutscher Pokalsieger 1995 mit seiner Borussia wurde und auch zur Nationalelf gehörte.

Am Ende nutzten alle vergangenen Titel und Triumphe nichts, denn schon zur Halbzeit stand es 8:1 für die Elf vom Bökelberg - pardon, aber den Nardpark gab es ja zu deren aktiver Zeit noch gar nicht. Frank Schlutter war es vorbehalten, für die Tivoli-Elf zumindest den Ehrentreffer zu erzielen. Zwei Indestädter konnten einem hingegen leid tun: Horst Rambau, der als Sponsor des Blausteinsee-Cups ins Alemannia-Trikot schlüpfte und gleich eine herbe Niederlage einstecken musste, und natürlich Torwart Herbert „Üff” Dickmeis, der allzu oft allein gelassen wurde, aber dennoch eine noch höhere Niederlage mit einigen Paraden verhinderte.

Der an internationalen Spielen erfahrenste Akteur trug am Mittwochabend schwarz: Kult-Schiedsrichter Walter Eschweiler hatte das Geschehen jederzeit bestens im Griff. Als er die Halbzeitpause drastisch auf fünf Minuten verkürzte, kommentierte dies Rhenanias Stadionsprecher Erwin Körfer mit den Worten: „Gute austrainierte Spieler wie diese benötigen keine 15 Minuten Pause.” Als es die Spieler dann in der zweiten Halbzeit der Partie etwas ruhiger angehen ließen, machte er ihnen aber per Mikrofon Beine: „Die Jungs von der A-Jugend Rhenania Lohns freuen sich darauf, jeden Ball zu holen, der neben dem Tor landet. Man darf also ruhig etwas fester schießen.”

Hammer von Albertz

Einer hörte wohl ganz genau hin, denn Ex-Nationalspieler Jörg „Ali” Albertz packte seine linke Klebe aus und hämmerte den Ball zum 12:1-Endstand in der letzten Minute. Anschließend klang der Auftakt des Blausteinsee-Cups, den unsere Zeitung präsentiert, gemütlich aus.
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