Eschweiler - Bis Sommer keine weiteren Flüchtlinge nach Eschweiler

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Bis Sommer keine weiteren Flüchtlinge nach Eschweiler

Von: Patrick Nowicki
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Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Eschweiler kommen, hat weiter abgenommen, wie aktuelle Zahlen belegen. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Bis zum Sommer sollen keine weiteren Flüchtlinge in Eschweiler untergebracht werden. Davon geht man aktuell im Eschweiler Rathaus aus. „Aktuell ist die Aufnahmequote so gut wie erfüllt“, heißt es in der Vorlage für den Sozial- und Seniorenausschuss, der am Dienstag im Eschweiler Rathaus tagt.

Im vergangenen Jahr nahm die Stadt 185 weitere Schutzsuchende auf, die im Rahmen des „Königsteiner Schlüssels“ verteilt wurden.

Die Entspannung bei der Flüchtlingsunterbringung gibt der Stadt die Möglichkeit, Sozialwohnungen zu sanieren oder zu erneuern. So werden unter anderem in der Hüttenstraße die Bagger anrollen. Aktuell sind 339 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften untergebracht. Aktuell (Stand 12. Januar 2018) werden in Eschweiler 864 Menschen nach Asylbewerberleistungsgesetz finaniziert oder leben mit Wohnsitzauflage hier.

Dies bedeutet, dass mehr als die Hälfte der Betroffenen eine Bleibe auf dem freien Wohnungsmarkt gefunden hat. Um sämtlichen Bedürftigen eine Bleibe zu geben, hat die Stadt auch Wohnungen angemietet: unter anderem an der Gutenbergstraße und an der Südstraße. Grundsätzlich sollen die Betroffenen im ganzen Stadtgebiet verteilt untergebracht werden.

Vor allem die Integration der jungen Flüchtlinge läuft auf Hochtouren. Sämtliche weiterführende Schulen haben internationale Förderklassen eingerichtet, um besonders die Sprachkenntnisse in Deutsch schnell zu verbessern. Nach Aussage der Stadtverwaltung konnte man bisher alle Kinder mit wenig Deutschkenntnissen einer Sprachförderklasse zuweisen. Nach dem neusten Stand besuchen 60 Kinder und Jugendliche eine der drei Förderklassen an der Adam-Ries-Schule.

Die Zahlen der übrigen weiterführenden Schulen in Eschweiler: Städtisches Gymnasium 40 Kinder in zwei Förderklassen, Waldschule zehn Kinder in einer Förderklasse, Realschule Patternhof 38 Kinder in zwei Förderklassen und Bischöfliche Liebfrauenschule 15 Kinder in einer Förderklasse. Auch am Berufkolleg Eschweiler bestehen derzeit drei internationale Flüchtlingsklassen mit 49 Schülern. Diese Zahlen beziehen sich allerdings auf den vergangenen Dezember. So kann es durchaus sein, dass manche die Förderklasse verlassen haben und nun in einer Regelklasse beschult werden.

Fragen der Vorsitzenden

Die Vorsitzende des Integrationsrats, Nora Hamidi, hat einen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung geschickt, in der sie vor allem die Situation von Flüchtlingskindern an den Schulen beleuchten will. An Grundschulen werden die Kinder üblicherweise in Regelklassen unterrichtet. Allerdings besteht die Möglichkeit für Dritt- und Vierklässler, einen Intensivkurs an der Karlschule in Röthgen zu besuchen.

Laut Stadtverwaltung dauert es in der Regel nur wenige Tage von der Ankunft der Flüchtlingsfamilie bis zum ersten Schulbesuch. Zuvor muss es zu einem Beratungsgespräch beim kommunalen Integrationszentrum der Städteregion Aachen kommen. Die Stadtverwaltung räumt in ihrer Vorlage für den Ausschuss ein, dass sich die Terminierung in Einzelfällen „schwierig und langwierig“ gestaltet. Vom Grundsatz her sei aber festzustellen, dass aktuell alle Kinder zeitnah vermittelt würden.

Der Sozial- und Seniorenausschuss tagt am Dienstag, ab 17.30 Uhr, im Raum 7 des Rathauses.

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