Eschweiler - Bildband hält Eschweilers Geschichte lebendig

Bildband hält Eschweilers Geschichte lebendig

Von: se
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Musste schon vor Jahrzehnten der Indestraße Platz machen: die Bachstraße.
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Armin Gille zeigte den Besuchern im Gemeindezentrum St. Michael wie sich die Mühlen-, Juden-, Bach- und Uferstraße sowie der Knickertsberg zur heutigen Indestraße entwickelten. Foto: Sonja Essers

Eschweiler. Erinnern Sie sich noch an die alte Drahtfabrik auf der Mühlenstraße, an den Bauerhof von Franz Huppertz, die Brauerei Zander am Knickertsberg oder an den Friseursalon von Heinrich Külzer auf der Uferstraße?

Armin Gille vom Eschweiler Geschichtsverein nahm jetzt die vielen Besucher im Gemeindezentrum St. Michael mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Im Mittelpunkt seines rund zweistündigen Vortrages standen die ehemalige Mühlen-, Juden-, Bach- und Uferstraße sowie der Knickertsberg. Diese existieren heute zum größten Teil nicht mehr, da sie damals beim Ausbau der heutigen Indestraße verschwanden.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Gille seinen Vortrag schon einmal gehalten. Eingeladen hatte ihn nun die Kolpingsfamilie Eschweiler, und es zeigte sich, dass das Interesse an den ehemaligen Straßen der Indestadt nach wie vor bei den Bürgern vorhanden ist. „Ich bin sehr froh, dass ich den Vortrag noch einmal vorführen kann“, meinte Gille, der seine Power-Point-Präsentation in den vergangenen Wochen noch einmal verfeinert hatte. Schließlich hätten alle, die nach 1971 geboren seien, Eschweilers Altstadt nie kennengelernt.

Die Gäste an diesem Abend waren jedoch durchaus mit den ehemaligen Straßen vertraut. So tauschte man sich während des Vortrages aus und erinnerte sich gemeinsam mit Gille an die ehemaligen Geschäfte und Persönlichkeiten, die in diesen Straßen wohnten. Gilles Bildersammlung war sehr eindrucksvoll, zeigte sie nicht nur Aufnahmen aus den 1960er und 70er Jahren, sondern auch Fotografien von heute sowie dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Außerdem ging Gille in seinem Vortrag auf die „Stolpersteine“ ein, die in der Innenstadt zu sehen sind und an die Schicksale der Juden erinnern, die während des Zweiten Weltkrieges Opfer des Nazi-Regimes wurden.

Natürlich durften auch Fotos der Inde an diesem Abend nicht fehlen. Zahlreiche Aufnahmen zeigten den Fluss vor und nach seiner Regulierung. Belohnt wurde Gille vom Publikum für seinen interessanten Vortrag mit viel Applaus. Doch dieser hatte für die Zuhörer noch eine kleine Überraschung. Der Eschweiler Geschichtsverein arbeite an einem Bildband, in welchem die ehemaligen Straßen dargestellt werden sollen, verriet der Referent.

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