Big Bandits swingen wie Roger Cicero

Von: anka
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Die Jazzmusik ist ihre Leidens
Die Jazzmusik ist ihre Leidenschaft: Die „Big Bandits” spielten am Samstagabend im Talbahnhof die Musik Roger Ciceros und begeisterten mit einer wunderbar arrangierten Präsentation. Foto: Anne Karduck

Eschweiler. Wenn jemand in den letzten Jahren den klassischen Bigband-Swing, kombiniert mit deutschen Texten, alltagstauglich und kommerziell gemacht hat, dann war es Roger Cicero, der Erfolgsmusiker, der Deutschland beim Eurovision Song Contest vertrat.

„Und gerade seine Musik, die an die Traditionen des amerikanischen Bigband-Jazz anknüpft, und seine Texte, die ein neues, frisches Element einbringen, passen perfekt zu unserem Programm”, stellte Werner Hüsgen, Leiter der „Big Bandits”, den Bezug zu Roger Cicero her. So war es auch keine allzu große Überraschung, als die Musiker, allesamt stammend aus der Euregio, am Samstagabend im Talbahnhof die Stücke des bekannten Künstlers präsentierten.

„Wir geben rund zehn Konzerte jährlich in der Region, davon mindestens immer zwei hier im Eschweiler Talbahnhof”, betonte Werner Hüsgen in seiner kurzen Begrüßung die Beziehung der „Big Bandits” zur Indestadt, bevor die Präsentation der Stücke Roger Ciceros i hren Anfang nehmen konnte.

Ob „So geil, Berlin” oder „Frauen regieren die Welt”- diese kleinen, poetischen Geschichten waren nur eine der vielen Texte, die sich mit Witz und Tiefgang wunderbar dem Geschlechterkampf und anderen wesentlichen Themen des alltäglichen Lebens widmeten.

Dabei war es Max Weise, ein junger Kölner, den die „Big Bandits” für den exponierten Gesangspart gewinnen konnten und auf den die Stimme Roger Ciceros nahezu perfekt zugeschnitten schien. Auch wenn die „Big Bandits” am Samstagabend die Musik von Roger Cicero spielten, so schafften sie sich Freiräume für kreative solistische Anteile und arrangierten die Musik des Künstlers auf eine Art neu, die sich nahe am Publikum orientierte. Matthias Knoop an der Trompete setzte immer wieder besondere Akzente in das musikalische Programm der „Big Bandits” und begeisterte mit wunderbaren Soli.

„Unser Stil ist offener und jazzmäßiger als der Roger Ciceros”, stellte Werner Hüsgen den klein en Unterschied seiner Band zu dem Musiker her. Und dennoch: All die vielen Texte und Geschichten, die sich teils romantisch, teils poetisch, aber niemals platt oder pathetisch, manchmal auch selbstironisch und lustig mit unserem Beziehungsalltag beschäftigen, bildeten gemeinsam mit dem hervorragenden Bigband-Swing der „Big Bandits” eine harmonische Mischung, die am Ende des musikalischen Vergnügens tosenden Applaus und pure Begeisterung des Publikums auslösten.

Es war der krönende Abschluss unter einen wahrlich fantastischen Jazz-Abend im von exzellenter Musik verwöhnten Talbahnhof.
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