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Beschwingte Töne in Hastenraths Kirche

Von: ran
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Ob zeitgenössisch oder aus de
Ob zeitgenössisch oder aus der Vergangenheit: Die Sänger der Chorgemeinschaft Hastenrath und des Sängerbundes Dürwiß präsentierten beim Frühjahrskonzert in St. Wendelinus Hastenrath Kostproben ihres breiten Repertoires. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Drei Chöre, ein Chorleiter, eine Pianistin - die Zutaten, die das Frühjahrskonzert der Chorgemeinschaft Hastenrath in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Wendelinus am späten Sonntagnachmittag für die Zuhörer zu einem fast zweistündigen Genuss werden ließen.

Unter der Leitung von Achim Prinz und unterstützt durch den Kirchenchor St. Georgius St. Jöris, dem MGV Sängerbund Dürwiß sowie Ursula Ritzen am Klavier, gelang es den Sängern, sowohl einen beeindruckenden Bogen durch die Kirchenmusik der Jahrhunderte zu schlagen, als auch mit weltlichen Klängen zu überzeugen.

Nach der Eröffnung durch die Chorgemeinschaft Hastenrath, die mit dem tiefen Kirchengesang „Gib uns Herr, den Frieden” die russische Seele zum Ausdruck brachte, gab der Kirchenchor St. Georgius, der als reiner Männerchor wohl einzigartig im Bistum Aachen ist, Kostproben seines Könnens. Der vorösterlichen Liturgie trug man mit „Vor deinem Kreuze” des zeitgenössischen Komponisten Klaus Heizmann und mit dem im 16. Jahrhundert von G. P. Palestrina komponierten „O Bone Jesu” Rechnung.

Das Gesangssolo von Hermann-Josef Büttgen, der, an der Mundharmonika von Heinz Merx begleitet, das Spiritual „Deep River” anstimmte, ließ das Publikum andächtig zuhören und stellte die musikalische Bandbreite des Chores unter Beweis. Mit dem „L´Angelus” ging die Reise anschließend in die französische Bretagne, bevor der „Ambrosianische Lobgesang” nach E. Gebhardt den Abschluss bilden sollte. Leider erlitt einer der Sänger dabei einen Schwächeanfall, so dass das Konzert unterbrochen werden musste.

Nach dieser unfreiwilligen Pause war es an Ursula Ritzen, die Aufmerksamkeit wieder auf die Musik zu lenken. Dies gelang der Pianistin mit der gefühlvollen Interpretation der „Partita II c-Moll BWV 826” von Johann Sebastian Bach eindrucksvoll.

Großartiges Intermezzo

Die gastgebende Chorgemeinschaft Hastenrath ließ die Herzen der Zuhörer mit der Wiedergabe der „Vineta” von Peter Muhs sowie den sehr ernsthaften Werken „Untreue” von Friedrich Silcher und „Abendfrieden” von Rudolf Desch höher schlagen. Ein großartiges instrumentales Intermezzo lieferte Ursula Ritzen mit der „Suite bergamasque” von Claude Debussy.

Den zuvor eher getragenen Klängen folgten, vorgetragen von der „Chorgemeinschaft Hastenrath”, beschwingtere Töne. Zunächst versicherten die Sänger „Aber dich gibt´s nur einmal für mich”, dann grüßten sie mit „Hello Mary Lou” eine Schönheit, um schließlich unmissverständlich festzustellen: „Rote Lippen soll man küssen.” Fetzig und schnell machte kurz darauf Ursula Ritzen dem Ahornblatt mit dem „Maple Leaf Rag” von Scott Joblin ihre Aufwartung.

Werke großer Komponisten bestimmten den Aufritt der „Chorgemeinschaft” mit dem MGV „Sängerbund” Dürwiß. Stimmgewaltig präsentierten die Sänger zunächst das „Wanderlied” und den „Zigeunerchor”, in den auch die Sänger des Kirchenchors St. Jöris von der Empore aus einstimmten, aus Carl Maria von Webers Werk „Preziosa”, dann widmeten sich die beiden Chöre den Opern Guiseppe Verdis, dessen Meisterwerke „Zigeunerchor” aus „Der Troubadour” und „Gefangenenchor” aus „Nabucco” das Publikum merklich erfreuten. Das Traditional „Walk in the light” vereinte schließlich alle Protagonisten des Frühlingskonzerts, an dessen Ende sich die Zuhörer von ihren Sitzen erhoben, um stehend zu applaudieren.

Mit der kurzen Zugabe „Danke schön!” fand das gelungene Konzert seinen endgültigen Abschluss. „Es ist immer wieder eine Freude, an diesem Konzert in der wirklich vollbesetzten St.-Wendelinus-Kirche teilzunehmen”, bedankte sich Sänger Manfred Spieß von der Chorgemeinschaft Hastenrath beim treuen Publikum.
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