Berufsschüler werfen sich gegenseitig auf die Matte

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Judoübungen im Sportunterricht am Berufskolleg: Jörn Sinsilewski (vorne) zeigt mit Ruslan Gagiev eine Schulterwurfvariante. Foto: Berufskolleg

Eschweiler. „Das brauchen wir in unserem Job” sagt Ruslan Gagiev und schlüpft in die weiße Jacke aus festem Leinen. Judo, die Kampfsportart des „Nachgebens” und der Selbstverteidigung. Zwei Themen, die für die angehenden Fachkräfte für Schutz und Sicherheit am Berufskolleg Eschweiler (BKE) erstmalig im Sportunterricht angeboten werden.

Für sechs Doppelstunden hat Diplom-Sportlehrer Jörg Schwarz einen Judo-Profi als Experten für seinen Sportunterricht eingeladen, der mit dem 5. Dan eine der höchsten Graduierungen im Judo trägt. Begeistert kam Jörn Sinsilewski, gleichzeitig Kollege und Fachlehrer für Bautechnik und Mathematik am BKE, dieser Einladung nach und entwickelte ein intensives Trainingsprogramm für die jungen Männer.

„Unsere Idee ist es, nicht nur die rein technischen Aspekte der Selbstverteidigung zu vermitteln, sondern mit der Philosophie des Judo gleichzeitig klar zu machen, dass auch in der realen Konfliktsituation ein eher nachgebendes Verhalten oft wesentlich effektiver zur Klärung beiträgt”, so Jörn Sinsilewski, der auch als Judo-Trainer und 1. Vorsitzender im 1. Budo-Club Eschweiler tätig ist. Das Fazit nach sechs Übungseinheiten ist absolut positiv.

„Erstaunlich, wie schnell ich grundlegende Dinge der Selbstverteidigung gelernt habe. Es hat viel Spaß gemacht. Ich fühle mich jetzt für meinen Job noch besser vorbereitet”, bestätigt Jürgen Schmidt, der Ende Juli seine Ausbildung beendet. „Judo und Selbstverteidigung” soll nun als fester Bestandteil in die Ausbildung der Fachkräfte für Schutz- und Sicherheit integriert werden.
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