Eschweiler - Berufsschüler löchern Politiker zur Europäischen Union

Berufsschüler löchern Politiker zur Europäischen Union

Von: pan
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Stellten Politikern Fragen zur EU und fassten die Antworten auf Schautafeln zusammen: die Schüler des Berufskollegs. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Dass sich Politiker wirklich für die Fragen junger Leute interessieren, haben die Schüler am Berufskolleg sicher nicht gedacht. Doch ihr Projekt zur Europawahl am 25. Mai belehrte sie eines besseren: Sechs prominente Parteivertreter besuchten die sieben Klassen, um mit ihnen über die Bedeutung der Europäischen Union (EU), der Euro-Krise, die Wirren in der Ukraine, Tierschutz und den möglichen EU-Beitritt der Türkei zu sprechen.

Was die Politiker sagten, kann man nun in der Schule an Schautafeln sehen. Damit auch andere Schüler informiert werden, sind die Ergebnisse des Projekts im Foyer der Schule noch bis zu den Wahlen ausgestellt. Zwei Monate lang beschäftigten sich die Klassen der Höheren Handelsschule, der Höheren Berufsfachschule für Technik und für Kaufleute für Bürokommunikation mit verschiedenen Aspekten vor der Europawahl und entwickelten einen Fragenkatalog, den die Politiker beantworten sollten.

In jeweils einer Politik-Doppelstunde wurde er mit einem Kandidaten abgearbeitet. Und manche Antwort überraschte nicht nur die Schüler, sondern auch den Politiklehrer Alexander Victor, der das Projekt am Berufskolleg auf die Beine stellte.

„Dass sich die Vertreter der Parteien so viel Zeit genommen haben, hat die Schüler sehr gefreut“, sagt er. Schulleiter Thomas Gurdon ergänzt: „Dies hat auch etwas mit Wertschätzung den jungen Menschen gegenüber zu tun“, freut er sich, dass die Politiker der Einladung gefolgt sind.

Der Bundestagsabgeordnete Helmut Brandt (CDU) zählte ebenso zu den Gesprächspartnern in den Klassen wie Arndt Kohn (SPD), Albert Borchardt (Die Linke), Alexander Jungbuth (AfD), Anna Cavazzini (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Werner Pfeil (FDP).

Viele Vorteile

In einem Aspekt waren sich alle Politiker einig: Die Europäische Union birgt viele Vorteile für Deutschland. Bei der Krimkrise, die den Schülern natürlich aktuell auf den Nägeln brennt, bestehen hingegen unterschiedliche Ansichten. Was wieder alle eint: Niemand sieht in Wladimir Putin den alleinigen Schuldigen. Auch der Türkei steht in ihren Augen der Weg in die Europäische Union offen – wenn Bedingungen erfüllt sind.

Natürlich lassen sich in zwei Schulstunden nicht alle Probleme des Kontinents beleuchten. Aber einige klare Antworten erhielten die Berufsschüler schon. Und diese wurden von ihnen zusammengefasst und werden nun ausgestellt. Wer sich dafür interessiert, was die Politiker im Berufskolleg gesagt haben, kann sich die Ausstellung im Foyer gerne anschauen. Bis zur Europawahl am 25. Mai.

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