Eschweiler - Berufskolleg: Das Beratungsangebot wird weiter intensiviert

Berufskolleg: Das Beratungsangebot wird weiter intensiviert

Von: ran
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Tragen dem immer stärker werdenden Beratungsbedarf von Schülern Rechnung: Brigitte Steinbusch und Hans Clermont haben das Beratungskonzept am Berufskolleg Eschweiler überarbeitet. Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. Lehrer sollen nicht nur unterrichten, erziehen und beurteilen, sie sollen auch beraten. Und zwar in den Bereichen Bildungsangebote, Schullaufbahn, berufliche Bildungswege, Berufswahlvorbereitung sowie ebenso bei Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten.

Dies sieht ein Erlass des NRW-Ministeriums für Schule und Weiterbildung aus dem Dezember 1997 vor.

Gut 13 Jahre später ist das Beratungsangebot jedoch ungleich größer geworden. Soziale Probleme, Suchtprophylaxe, Verkehrssicherung, Deeskalationstraining oder Beratung im Rahmen der Seelsorge durch die Berufsschulpfarrerin stehen zum Beispiel am Berufskolleg Eschweiler auf der Agenda. Beratungslehrer Hans Clermont und Brigitte Steinbusch, Koordinatorin Fachoberschulreife, haben im Herbst gemeinsam das Beratungskonzept der Schule überarbeitet.

Bildung bleibt Hauptaufgabe

„Beratung wird immer wichtiger, da das Leben komplizierter wird”, betont Hans Clermont ausdrücklich. Und dies gelte nicht nur für den Bereich Bildung. „Dieser bleibt aber natürlich unsere Primäraufgabe”, stellt er fest.

So reicht das Angebot in Sachen Schullaufbahnberatung von Informationsveranstaltungen für Klassen sogenannter Zubringerschulen über Beratungsgespräche für Abschlussklassen bis hin zu individuellen Beratungsgesprächen. Auch der Informations- und Anmeldetag (siehe Kasten) bietet Schülern und Eltern die Gelegenheit, einen Einblick in den Schulalltag am Berufskolleg zu erhalten.

Doch neben Fragen zum schulischen oder möglichen beruflichen Werdegang müssen sich Lehrer immer häufiger auch mit Themen anderer Art auseinandersetzen. „Bei der Berufsberatung gehen wir auf die Schüler zu. Und unsere Angebote werden auch gut angenommen. Wenn es aber Probleme im sozialen Bereich gibt, kommen die Schüler auf uns Lehrer zu”, berichtet Brigitte Steinbusch. „Die außerschulischen Probleme nehmen stark zu”, macht sie deutlich. „Wir leben in einer vielschichtigen Gesellschaft, in der die Probleme größer und komplizierter werden”, ergänzt Hans Clermont.

Auf Grund des immer umfangreicheren Aufgabenkatalogs für Lehrer wachse vor allem die Bedeutung der Schulsozialarbeit ständig. Am Berufskolleg Eschweiler sind mit Gabi Kämpfe und Monika Stephan zwei Schulpädagoginnen tätig. „Ihre Arbeit, die Hand in Hand mit den Lehrern erfolgt, ist unersetzlich geworden”, stellt Hans Clermont klar.

Der Schlüssel, den außerschulischen Problemen Herr zu werden, liege aber für viele Schüler nicht zuletzt darin, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. „Eine Ausbildung beginnen zu können, bedeutet auch Wertschätzung. Erfahren Jugendliche diese, ist bei ihnen nicht selten eine 180 Grad-Wendung zu bemerken”, weiß Brigitte Steinbusch aus eigener Erfahrung. „Deshalb muss unser Ziel lauten, so viele Vollzeitschüler wie möglich in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen und ihnen so zu ermöglichen, auf eigenen Füßen zu stehen”, betont Hans Clermont.

Regelmäßige Einzelberatung

In diesem Zusammenhang sei auch die seit Schuljahresbeginn weiter intensivierte Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit zu sehen. „Deren Mitarbeiter beliefern uns mit zahlreichen Ausbildungsangeboten. Darüber hinaus sind regelmäßige Sprechzeiten für Einzelberatungen festgelegt”, so die Koordinatorin Fachoberschulreife.

Für die beiden Pädagogen steht fest, dass sich Lehrer den erweiterten Aufgabenfeldern ihres Berufes stellen müssen. „Es gilt, sich weiterzuentwickeln und auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren”, nimmt Hans Clermont seine Kollegen und sich in die Pflicht.

So ist auch ein Aufgabenkalender für das in Kooperation mit dem Lehrerkollegium stehende Beratungsteam des Berufskollegs Eschweiler fester Bestandteil des überarbeiteten Beratungskonzepts. „Dieser enthält sowohl die ständigen als auch die termingebundenen Aufgaben von Schuljahresanfang bis -ende”, erläutert der Beratungslehrer.

Informations- und Anmeldetag

Am Sonntag, 13. Februar, findet zwischen 10 und 15 Uhr der Informations- und Anmeldetag des Berufskollegs Eschweiler, August-Thyssen-Straße, statt. Schüler haben dann die Gelegenheit, sich beraten zu lassen, welche der zahlreichen Schulformen, die das Berufskolleg anbietet, die geeignete ist.

Wer sich anmelden möchte, muss das Halbjahreszeugnis, entweder als beglaubigte Kopie oder Original und Kopie, sowie einen tabellarischen Lebenslauf mit Lichtbild mitbringen.

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