Eschweiler - Bergmannssiedlung Ost erstrahlt in frischem Weiß

Bergmannssiedlung Ost erstrahlt in frischem Weiß

Von: lbe
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„Wir setzen Zeichen”: Bei diesem Modellprojekt arbeiteten Stadt, IG Bergmannssiedlung und Anwohner beispielhaft zusammen. Foto: Laura Beemelmanns

Eschweiler. Der Duft frischer Farbe lag förmlich noch in der Luft. Die schweißtreibende Arbeit, viele helfende Hände und das gemeinsame Ziel aller Beteiligten waren nahezu spürbar. Denn die Fassadenerneuerung der Bergmannssiedlung Ost ist bis auf wenige Restarbeiten abgeschlossen, und dies musste gefeiert werden.

Mitten auf dem Eduard-Mörike-Platz bot sich aus diesem Anlass neben dem traditionellen Siedlerfest ein ganz besonderes Schauspiel. Nach vier Jahren der Anstrengung, von der Idee bis zur Fertigstellung, können die Anwohner der alten denkmalgeschützten Bergmannssiedlung nun wieder stolz auf ihre Wohngegend sein.

Das Modellprojekt „Wir setzen Zeichen” konnte nach „drei Jahren Kampf” Ende März 2009 endlich starten. In diesem Zusammenhang zogen die Stadt Eschweiler, die Interessengemeinschaft (IG) Bergmannssiedlung Eschweiler Ost und alle Anwohner, ob Mieter oder Eigentümer, zusammen an einem Strick.

Da die Kosten für die Sanierung nicht von allen Bewohnern getragen werden konnten, da unter anderem erhebliche Summen in den Ausbau der Häuser und der Kanalhausanschlüsse sowie Beiträge für den Straßenbau ausgegeben werden mussten, sollte schnellstmöglich eine Lösung her.

Mitte 2006 fand sich sodann doch noch ein möglicher „Sponsor.” Mit dem Erlass des Landesministeriums für Bauen und Verkehr wurden zusätzliche Mittel für „Modellvorhaben” im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms „Soziale Stadt NRW” angepriesen.

Nach einiger Überzeugungsarbeit standen etwa 95 Prozent der privaten Eigentümer der Häuser der Idee positiv gegenüber. Der notwendige Projektantrag wurde von der Stadtverwaltung formuliert und beim Fördergeber eingereicht. Im Februar 2007 folgte sodann die Bewilligung des Antrages.

Nachdem im Mai 2008 alle Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt waren und 280.000 Euro Fördergelder flossen, konnte es los gehen. Nun strahlen die Fassaden in frischem weiß, die Sockel in hellgrau. Das einheitliche Bild der 118 sanierten Häuser wirkt nicht nur frisch und einladend, sondern spiegelt den Ursprung der in den 1920er Jahren erbauten Siedlung wider.

Ohne die vielen freiwilligen Helfer wäre die Durchsetzung dieses Projektes nicht möglich gewesen. Es war eine Art „Experiment”, so Sprecherin der IG Bergmannssiedlung Therese Glassner. Dennoch ein erfolgreiches.

„Der Stadtteil ist herausgeputzt”, so Bürgermeister Rudi Bertram. Die weit über 10.000 geleisteten Arbeitsstunden haben sich definitiv gelohnt. Mit einem kleinen Feuerwerk, zwei großen „Vorher-Nachher-Bildern” und einer „Eschweiler Ost” Dokumentation in Buchform feierten sich alle Helfer selbst. Denn diese „Herkules-Aufgabe”, so Bertram, haben sie gemeinsam bewältigt.
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