Beim Kleinwagentreffen setzen sich Charmebolzen groß in Szene

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Unverwechselbare Zeitzeugen des deutschen Wirtschaftswunders sind beim Kleinwagentreffen „Kleine ganz groß“ am 6. September am Talbahnhof und an der Rosenallee zu sehen. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Nach dem guten Premierenerfolg im vergangenen Jahr veranstaltet der Indestädter Michael Engelbrecht in Zusammenarbeit mit dem Automobilclub Eschweiler das zweite reine Kleinwagentreffen im Grenzland zum Stadtfest mit verkaufsoffenem Sonntag am 6. September.

Alle Fahrzeuge, ob alt oder jung, die mindestens eine von drei Anforderungen erfüllen, dürfen teilnehmen: Entweder darf der Hubraum des Motors nicht größer als 1400 Kubikzentimeter sein, oder das Fahrzeug ist nicht länger als vier Meter, oder die Leistung des Motors liegt bei maximal 40 Pferdestärken.

Und bei der Wahl zum Liebling des Kleinwagentreffens gibt es für die Teilnehmer auch etwas zu gewinnen: Für den Sieger gibt es einen Barpreis von 300 Euro, Platz zwei wird mit 200 Euro honoriert und der drittplatzierte Kleinwagen erhält 100 Euro.

Die Teilnahme am Treffen „Die Kleinen ganz Groß“ ist kostenlos, eine Anmeldung ist aber aus organisatorischen Gründen erforderlich. Anmeldungen sind ab sofort online unter www.filmpost.de möglich.

Isetta, Goggomobil & Co

Für das Kleinwagentreffen ist der Platz vor dem historischen Talbahnhof sowie die Rosenallee reserviert. Die Idee des Kleinstwagens entstand Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts: Mit dem Beginn des Wirtschaftswunders machten die Isetta von BMW, das knuffige Goggomobil von Hans Glas, der praktische Mini aus England, der flinke italienische Fiat 500 oder das französische „Cremeschnittchen“ von Renault Westeuropa automobilflott.

Mitte der 50er Jahre war die Sehnsucht nach einem eigenen Auto bei vielen Menschen groß. Doch der Traum vom vollwertigen Auto wie dem VW Käfer scheitert oft schon am fehlenden Pkw-Führerschein der Klasse III.

Der alte Führerschein IV galt jedoch auch für Kraftfahrzeuge bis 250 Kubikzentimeter Hubraum. Diese Regelung nutzten findige Hersteller mit Rollermobilen (z. B. dem Goggomobil oder dem Messerschmitt Kabinenroller) für eine gewisse Zeit mit großem Erfolg.

Und heute sind diese unverwechselbaren Zeitzeugen des deutschen Wirtschaftswunders die Charme-Bolzen jeder Oldtimerveranstaltung.

Los geht es um 11 Uhr, die Geschäfte öffnen um 13 Uhr und um 17 Uhr ist das Finale mit Siegerehrung und Preisverleihung.

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