Eschweiler - Beim Entern greifen Piraten zur Chemie

Beim Entern greifen Piraten zur Chemie

Von: jana
Letzte Aktualisierung:
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Die Bischöfliche Liebfrauenschule präsentierte beim Tag der offenen Tür Lehrreiches und Buntes. Foto: Jana Röhseler

Eschweiler. Explosive Piraten-Chemie für Landratten, eine High-Tech-Lego-AG und ein brandneuer Experimentier-Raum für junge Wissenschaftler - die Bischöfliche Liebfrauenschule Eschweiler hat so einiges zu bieten.

Davon konnten sich am Samstag die Schüler der 4. Klassen überzeugen, als das Gymnasium seine Pforten für Interessierte öffnete. Dabei wurde den Pennälern und deren Eltern ein lehrreiches und buntes Programm geboten, bei dem vor allem die Praxis im Vordergrund stand.

Tanz in der Aula

Los gings mit einer Tanz-Aufführung in der Aula. Danach bestand für die Viertklässler die Möglichkeit, den offenen Unterricht der Sextaner in Mathematik, Deutsch, Englisch und Religion zu besuchen. Selbstverständlich durften sie dabei nicht nur zuhören, sondern auch selbst mitmachen.

Sportskanonen kamen bei der Präsentation des Fitnessraums auf ihre Kosten, kleine Künstler fand man bei Tonarbeiten im Kunstraum. Dass mit der weiterführenden Schule die Zeit der Lego-Bausteine nicht aufhört, bewies die Lego-AG unter der Leitung von Lehrer Gregor Niehues. Mit einem automatischen Taschentuch-Spender und einem multifunktionellen Kran beeindruckten sie sogar große Techniker.

Auch über die Fächer Geschichte, Musik, Erdkunde, Latein und Französisch erhielten die Viertklässler an den Präsentations-Ständen allerhand Informationen. Wer die Schule und ihre Fächerangebote lieber auf eigene Faust erkunden wollte, konnte im Biologieraum Pantoffeltierchen und andere Einzeller unter dem Mikroskop bewundern.

Auf junge Wissenschaftler warteten im neuen Experimentier-Raum spannende Versuche zur Optik, Mechanik und Elektrizitätslehre. „Die Praxis wird in der fünften und sechsten Klasse vor allem in den Naturwissenschaften groß geschrieben”, erklärt Schulleiter Dr. Manfred Meier.

Um auf jeden einzelnen Schüler eingehen zu können und ihm die jeweilige Naturwissenschaft näher zu bringen, werden die Klassen für eine Doppelstunde in zwei Hälften geteilt. Dabei beschäftigt sich eine Gruppe mit praktischer Biologie, Chemie, oder Physik. Die anderen Schüler besuchen den Computer-praktischen-Unterricht (CPU) und den Fit-in-Muttersprache (FiMu)-Kurs. „Natürlich verdoppelt sich damit die Stundenanzahl. Aber der Gewinn ist so deutlich, dass es sich lohnt, so viele Stunden zu investieren”, berichtet Dr. Manfred Meier weiter.

Das gute Resultat dieses Systems zeigte sich in den diversen Experiment-Aufführungen. So lernte man bei Dr. Bernhard Collet und seiner „Piraten-Meute”, dass Seeräuber viel Chemie benötigen, um ein Schiff zu entern. Dabei hieß es öfter schonmal „Achtung, Ohren zuhalten!”.

Nach solch einem „explosiven” und vor allem abwechslungsreichen Programm darf sich die Liebfrauenschule im Sommer bestimmt auf viele neue Sextaner freuen.
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