Bei Geschwafel zücken Schüler rote Karte

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Kein leichter Job: Schüler Klaus Stommel musste die NRW-Bildungspolitiker verwarnen, wenn die Antworten zu zu lang waren. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. „Politikkritik statt Politikverdrossenheit”, fasste es Lehrer Friedrich Borghans zusammen. Zuvor hatten „seine” Schüler vier Bildungspolitiker im Rahmen einer Podiumsdiskussion in der Aula des Städtischen Gymnasiums zur Rede gestellt.

„Was wird aus unseren Schulen?” Am 9. Mai gehen viele Erstwähler zur Wahlurne, geben ihre Stimme für einen neuen Landtag ab. Haben die Antworten der Politiker zu einer gefestigten Meinung geführt? „Ich bin eher noch unsicherer geworden”, gibt Lena Röllicke zu.

Die Schülerin der 13. Jahrgangsstufe stand mit ihren Abi-Freunden Jessica Deringer, Michael Eßer und Christian Velten im Fokus. Neben den Bildungspolitikern der NRW-Landtagsparteien Dr. Gerd Hachen (CDU), Renate Hendricks (SPD), Dr. Philipp Rohde (FDP) und Karin Schmitt-Promny (Grüne) saßen sie auf der Bühne im Scheinwerferlicht.

Präsentiert von unserer Zeitung und moderiert von unserem Redakteur René Benden, entwickelte sich in der proppenvollen Aula eine angeregte Debatte: Für und Wider der Kopfnoten, Auswirkungen von fehlenden Lehrkräften und Unterrichtsausfall auf den Schulalltag, Sinn und Unsinn des Zentralabiturs, die enorme Belastung für Schüler und Lehrer durch G8 sowie Pro und Contra des bestehende Schulsystems.

„Ein ganz schöner Themenberg”, fanden Lena Röllicke und Co. Mit den Antworten der Politiker waren sie nur bedingt zufrieden. „Zu häufig kommt von denen zunächst das Argument: Das stimmt gar nicht”, moniert Christian Velten.

Michael Eßer bekam dann doch noch was Konkretes an die Hand: „Frau Hendricks hat mir versprochen, dass ich bei ihr vor der Tür stehen darf, wenn es nach der Landtagswahl doch zu einem rot-roten Bündnis kommt.” Da sage noch mal einer, junge Menschen wären politisch nicht aktiv.
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