Bei den Karnevals-Zugmaschinen bleibt alles beim Alten

Von: tob
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Eschweiler. Dem einen oder anderen Karnevalisten hat es kürzlich doch tatsächlich die Sprache verschlagen. Der Grund: Der Kreis Heinsberg hatte bekanntgegeben, dass künftig nur noch Zugmaschinen mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 60 Kilometern pro Stunde zur Beförderung von Jecken im Karnevalsumzug zugelassen werden dürfen.

Das trieb einigen die Sorgenfalten auf die Stirn. Natürlich beschäftigte sich auch die indestädtischen Narren mit diesem Thema. Es wurde eifrig nachgeforscht. Norbert Weiland, Präsident des Eschweiler Karnevalskomitees, sagt nun: „Die Kuh ist vom Eis!“.

Will heißen: Für die Wagen und somit die Karnevalsgesellschaften ändert sich nichts. „Wir sind natürlich froh, dass es so ist“, betont Weiland. Anderenfalls wären auf den einen oder anderen Verein unter Umständen immense Kosten zugekommen.

Das ist jetzt (vorerst) nicht der Fall. Es habe zwar eine Änderung der betreffenden zweiten Ausnahmeverordnung von straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften gegeben, diese sei aber lediglich erfolgt, um die Verordnung an die aktuell geltende Straßenverkehrsordnung anzupassen, sagt Dr. Stefan Ewert, Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin: „Damit hatte sie rein redaktionelle Auswirkungen.“ die Meldung des Kreises Heinsberg war somit falsch – sehr zur Erleichterung der Karnevalisten.

Die Karnevalswagen, die von landwirtschaftlichen Zugmaschinen gezogen werden, erhalten somit die Ausnahmegenehmigung des Straßenverkehrsamtes beziehungsweise der zuständigen städtischen Ordnungsämter im Rahmen der jeweiligen Umzugsgenehmigung.

Andere Fahrzeuge, wie Lkw oder Sattelzugmaschinen, sind von dieser Ausnahmeverordnung nicht erfasst. Aber auch da sind Ausnahmegenehmigungen möglich, im Regelfall nach Vorlage ­eines sogenannten „Karnevalsgutachtens“, das der TÜV erstellt.

Das Eschweiler Karnevalskomitee hatte gleich nach der Veröffentlichung des Kreises Heinsberg eigene Prüfungen veranlasst. Die Meldung hatte auch mitunter hohe Wellen geschlagen. So wurde sie von vielen Karnevalsjecken in sozialen Netzwerken verbreitet. Weiland und seine Kollegen fragten daraufhin beim Bund Deutscher Karneval nach, zudem wurde eine Prüfung seitens des Eschweiler Ordnungsamtes eingeleitet. Das Ergebnis zusammengefasst: Es bleibt alles beim Alten!

Der Rechtsausschuss des BDK teilte den Eschweiler Karnevalisten jetzt mit, was auch das Bundesverkehrsministerium sagte: eben, dass es sich eben um redaktionelle Änderungen handele. Auch vom Ordnungsamt der Stadt habe er positive Signale erhalten, sagt Weiland.

Die Sicherheit stehe natürlich an erster Stelle, betont der Komitee-Präsident weiter. Diese werde in der Indestadt aber seit jeher großgeschrieben.

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