Eschweiler - Bei Ausbildungsplätzen gilt im Rathaus der Ungehorsam

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Bei Ausbildungsplätzen gilt im Rathaus der Ungehorsam

Von: sh
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Reinschnuppern in die Berufswelt: Esma Koc absolviert derzeit ein sechsmonatiges Praktikum bei der Stadtverwaltung. Foto: Stefan Herrmann

Eschweiler. „Die Leistungen der jungen Leute sind gut”, bricht Bürgermeister Rudi Bertram eine Lanze für seine jungen Mitarbeiter im Rathaus. Damit vorhandenes Wissen, Kompetenz in den einzelnen Ämtern auch in Zukunft erhalten bleibe, müsse die Stadt trotz aller Sparmaßnahmen auch weiterhin ausbilden und - im ersten Schritt - jungen Menschen ein Praktikum ermöglichen.

Die 18-jährige Esma Koc macht derzeit ein Praktikum bei der Verwaltung. Insgesamt sechs Monate lernt sie den Arbeitsalltag kennen.

„Aber es ist mehr, als nur den anderen über die Schulter gucken zu dürfen. Ich darf richtig was machen und man hört sogar auch meine Meinung”, fühlt sich die ehemalige Schülerin des Städtischen Gymnasiums wohl.

Insgesamt 213 Praktika hat die Verwaltung im Jahr 2009 angeboten, allein 98 davon im Bereich der Kindertagesstätten. Aber auch bei der Försterei (sechs Praktikanten), beim Ordnungs- (19) und Jugendamt (22) und in der Bücherei (4) schnuppern junge Indestädter einmal in die Berufswelt rein.

Für Hans Schreiber, Personalchef im Rathaus, soll dies weitergehen. Er sieht die öffentliche Hand in einer Vorbildfunktion. „Jungen Menschen muss man eine Chance geben”, lautet Schreibers Credo und weiß den Bürgermeister hinter sich. Denn der erteilt allen Vorgaben von Landes- und Bundesebene, einen Ausbildungsstopp einzuführen, eine klare Absage.

Derzeit beschäftigt die Verwaltung 25 Azubis, zum Ende des Sommers fangen sechs neue Auszubildende im Rathaus an. Seit Jahren stellt Eschweiler intern ein, schreibt Stellen nicht extern aus, sondern besetzt freiwerdende Posten mit jungen Leuten, die ihre Ausbildung vor Ort absolvierten.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und kostet pro Azubi bis zu 50.000 Euro.
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