Bei Anneliese Mertes soll es wieder aufwärts gehen

Von: tob
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Wollen die Anneliese Mertes GmbH wieder nach vorne bringen (v.l.): Humberto Duarte (S-UBG), Gerhard Froebus (Geschäftsführer Anneliese), Helmut Leuver (Geschäftsführer Anneliese) und Harald Heidemann (Vorstand S-UBG).

Eschweiler. Die Würfel sind gefallen. Die S-UBG AG, eine Beteiligungsgruppe der Sparkassen, hat eine neue Gesellschaft gegründet, die den gesamten Geschäftsbetrieb der insolventen Anneliese Mertes GmbH übernehmen und fortführen wird. Von den rund 140 Stellen, die das Unternehmen noch Ende August hatte, bleiben nach dem Neustart rund 100 übrig.

Die neuen Geschäftsführer sind Helmut Leuver und Gerhard Froebus. Beide sehen große Chancen, das insolvente Unternehmen erfolgreich zu sanieren und den Bestand von „Anneliese“ dauerhaft zu sichern. Mit dem Insolvenzverwalter Dr. Andreas Ringstmeier und seinem Kollegen Mark Boddenberg war analysiert und herausgearbeitet worden, warum das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Strukturelle Probleme seien ausschlaggebend gewesen. Hilfreich sei bei der Analyse gewesen, dass die S-UBG AG zuvor schon am Unternehmen beteiligt war.

Trotz Bemühungen habe man als Minderheitsgesellschafter die Insolvenz jedoch nicht abwenden können. In dieser Phase wurden die neuen Manager bereits hinzugezogen. Das Ergebnis: Das Unternehmen besitze große Potenziale, mittelfristig wieder eine führende Stellung am Markt einzunehmen. Die Ziele formuliert die S-UBG AG wie folgt: Verlorenes Vertrauen bei Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten zurückgewinnen. Weiterhin werde ein Umsatzwachstum insbesondere auch in Osteuropa angestrebt. Die neuen Geschäftsführer gehen davon aus, dass 2013 ein Übergangsjahr wird, aber bereits 2014 erste Erfolge deutlich erkennbar werden.

„Ich bin sehr zuversichtlich, die internen Prozesse insbesondere in der Produktion und im Vertrieb gemeinsam mit meinem Geschäftsführungskollegen Gerhard Froebus zügig verbessern zu können, um bald wieder profitabel zu werden. Dabei ist mir eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Belegschaft und dem Betriebsrat besonders wichtig“, sagt Helmut Leuver.

Einen Betriebsrat gibt es in der Anneliese Mertes GmbH erst seit Ende November.

Harald Heidmann, Vorstandsmitglied der S-UBG AG sagt: „Richtig geführt und finanziert hat das Unternehmen sehr gute Chancen, sich wieder erfolgreich im Markt zu behaupten. Als Eschweiler ist es mir natürlich eine besondere Freude, dass es bei ‚Anneliese‘ jetzt wieder weiter geht.“

Allerdings ging es nicht für alle Beschäftigten weiter. Als Ende August Insolvenz angemeldet wurde, sagte der damalige Geschäftsführer Thomas Mertes, dass keiner der rund 140 Beschäftigten gehen müsse. Ende November zählte die Anneliese Mertes GmbH nach Aussage des Insolvenzverwalters 126 Beschäftigte. Zwölf Mitarbeitern war damals gekündigt worden, beziehungsweise befristete Verträge wurden nicht verlängert. Seitens des Insolvenzverwalters hieß es, dass es bei den zwölf Kündigungen bleiben solle, egal, welcher Interessent den Zuschlag bekomme. Daran habe man sich gehalten, sagt Harald Heidmann und man habe auch nicht vor, Mitarbeiter zu entlassen.

Die unterschiedlichen Zahlen begründet er mit verschiedenen Zählarten. 126 Beschäftigte bedeuten nicht zwangsläufig 126 Stellen. Immerhin: Nach den Schließungen des Kabelwerks und der Kalkwerke geht es bei „Anneliese“ überhaupt weiter.

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