Eschweiler - Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt stellt sich vor

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Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt stellt sich vor

Von: Christina Merkelbach
Letzte Aktualisierung:
„BCA” des Jobcenters der StÀ
„BCA” des Jobcenters der Städteregion: Simone Peters.

Eschweiler. Zwei Worte sind es, die Simone Peters gerne und oft verwendet: „ungenutztes Potenzial”. Wenn es darum geht, kann sie sich so richtig in Rage reden. Das tut sie auch an diesem Tag, als sie sich und ihre Aufgaben in der Eschweiler Zentrale des Jobcenters der Städteregion Aachen offiziell vorstellt.

Peters, 34, arbeitet als Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, abgekürzt „BCA”. Sie informiert, berät und unterstützt Frauen und Männer in der Grundsicherung, wie es offiziell heißt. Hartz-IV-Empfänger, wie man gemeinhin sagt. Potenzial, das der Arbeitmarkt noch zu wenig nutzt, sieht Peters vor allem bei den Alleinerziehenden.

Aktuell registriert das Jobcenter der Städteregion 26.961 sogenannte Bedarfsgemeinschaften. Das ist der Begriff, den das Sozialgesetzbuch für Familien oder Lebensgemeinschaften benutzt, die Hartz IV beziehen. Bei 4901 (18 Prozent) von ihnen handelt es sich um Haushalte von Alleinerziehenden. Eine ganze Reihe von Untersuchungen bestätigt ihnen das höchste Armutsrisiko, darunter zum Beispiel eine des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Herbst vergangenen Jahres.

Simone Peters vermittelt ihre Kunden, alleinerziehend oder nicht, unter anderem in Projekte, die immer zum Ziel haben, dass die Menschen wieder Fuß auf dem Arbeitsmarkt fassen. Da gibt es zum Beispiel die Teilzeitausbildung, verschiedene Umschulungen oder das Projekt „Neue Wege zum (Wieder-)Einstieg”.

Werdende Mütter bekommen bei ihr ein Infoblatt, damit sie wissen, wie sie nach der Elternzeit wieder einsteigen können. „Es geht nicht darum, Mütter zu zwingen, dass sie möglichst früh nach der Geburt wieder arbeiten gehen”, erklärt Simone Peters. „Sie sollten sich nur frühzeitig Gedanken darüber machen und entsprechend planen.” Passt der Beruf überhaupt noch? Vollzeit oder Teilzeit?

Es sind Fragen wie diese, bei denen Simone Peters den Kundinnen und bei Bedarf natürlich auch Kunden weiterhilft. Und auch denen Mut machen kann, deren Voraussetzungen für einen Arbeitsplatz nicht optimal sind. „Wegen des Fachkräftemangels muss der Trend dahin gehen, dass auch Menschen in Unternehmen eine Chance bekommen, deren Profil nicht hundertprozentig zur Stelle passt”, sagt Peters. Die Betriebe müssten dann weiterqualifizieren.

Für ihren Chef Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters der Städteregion Aachen, passt Simone Peters . „Mit ihren Informations-, Beratungs- und Vorschlagsrechten setzt Frau Peters verstärkt Impulse, die geschlechter- und familiengerechten fachlichen Aufgabenerledigung in unserem Jobcenter zu optimieren”, sagt er. Denn auch das gehört zu den Aufgaben der jungen Frau, die seit über 15 Jahren im sozialen Bereich der öffentlichen Verwaltung arbeitet: Geschäftsführung, Teamleiter und ihre restlichen Kollegen für Themen sensibilisieren, die die Chancengleicheit von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt betreffen.

Simone Peters ist am besten per E-Mail unter simone.peters@jobcenter-ge.de zu erreichen. Ihre Telefonnummer lautet Telefon 0241/ 88681-3783.
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