Automobilclub: Erlebnisreiche Oldtimertour in die Eifel

Von: Irmgard Röhseler
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So sieht ein Sieger aus: Der C
So sieht ein Sieger aus: Der Citroen 11 CV von Heinz Scheuer gewann unsere „7 x Sommer”-Tour mit Bravour. Foto: I. Röhseler

Eschweiler. Das war wieder einmal ein Genuss der Extraklasse: Zufriedene Gesichter rundum, schließlich konnten die glücklichen „Gewinner” unserer „7 x Sommer-Exkursion” am Mittwochnachmittag in einem historischen Gefährt Platz nehmen und sich „vom eigenen Chauffeur” durch die wunderschöne Eifel kutschieren lassen

Dank des rührigen Automobilclubs Eschweiler, dessen Organisatoren Lars Dohmen, Stephan Jenneßen und Udo Freialdenhofen wieder für die Leser unserer Zeitung eine Ausflugstour der besonderen Art zusammenstellten. Seit dem Start unserer Ferienaktion im Jahre 2008 ist der ACE dabei und sucht immer besonders schöne Strecken für uns aus.

Dieses Mal ging es nach Abenden. Start und Ziel unserer Tour war auch dieses Mal wieder der Parkplatz des Hit-Marktes an der Dürener Straße. Wer glaubte, es ging auf direktem Wege nach Abenden, der irrte. Unsere Leser sollten - wie auch die Jahre zuvor - per Bordbuch ihre Fahrer auf die richtige Strecke bringen. Jedes der zwölf Teams erhielt einen Fahrerbrief, der unter anderem auch kleine Aufgaben enthielt. Einzig und alleine Stefan Jenneßen und Udo Freialdenhofen kannten den Weg, Schließlich hatten die beiden diese schöne Tour vorbei an an Sonnenblumenfeldern, saftig grünen Wiesen und goldgelben Stoppelfeldern liebevoll ausgearbeitet.

Über Langerwehe, Düren, Kreuzau, und Nideggen rollte der Oldtimer-Konvoi also in Richtung Abenden. Ziel war das Café Jansen, das wohl als Geheimtipp für Ausflügler gilt.

Tour mit Sahnehäubchen

„Hier gibt es nicht nur riesige leckere Kuchenstücke, sondern auch hervorragenden Kaffee”, schwärmten Udo Freialdenhofen und Stefan Jenneßen. Die Sonnenterrasse hatten die Organisatoren um ACE-Vorsitzenden Lars Dohmen bereits für die „Oldtimer-Crew” reserviert.

Und nicht nur das, sie luden unsere gut zwei Dutzend Leser auch zu Kaffee und Kuchen ein. „Das setzt der phantastischen Ausfahrt ja die Sahnehaube auf”, meinten unsere Leser unisono. Ja, auch die war „saulecker”!

Nach der wohlverdienten Stärkung gab es dann auch einen dicken Applaus für die zwölf Chauffeure des Automobilclubs Eschweiler:, nämlich für Walter Schorn mit seinem Mercedes 220 S (Baujahr 1956), Heinz Scheuer mit seinem Citroen 11 CV (1953), Gottfried Willms mit seinem BMW 316 (1977), Karl-Heinz „Kalle” Wipperfürth mit einem VW Karmann Ghia (1970), Arnold Jans mit seinem Citroen DS Pallas (1974), Stefan Lenzen mit seinem Porsche 911 (1987), Richard Teich mit seinem Porsche 944 (1984), Udo Freialdenhofen mit einem Alfa Romeo Gulilia, Lars Dohmen und Burak Kavakbasi mit einem Ford Mustang (Baujahr 1964), Stefan Jenneßen mit einem Porsche 924, Siggi Ganser mit einem Mercedes 280 SL und Franz-Josef Hansen mit seinem NSU Ro 80.

Während der Kaffeepause erzählten die Oldtimer-Besitzer auch die ein oder andere Geschichte zu ihrem Schätzchen. Heinz Scheuer beispielsweise, der seinen Citroen 11 CV für nur 500 Franc (damals 150 Mark) erstand. „Das Auto stand 17 Jahre lang in einem Hinterhof in Paris und gammelte vor sich hin. Ich habe ihn gesehen, gekauft und fünf Jahre lang liebevoll restauriert. Mittlerweile stecken über 50?000 Euro in dem Schmuckstück, das heute auch ab und an Hochzeiter kutschiert.

Auch Walter Schorn, der seinen Oldtimer, einen schwarzen Mercedes 220 S vor drei Monaten kaufte, freut sich auf jede Ausfahrt mit seinem Boliden.

Arnold Jans ist ganz verliebt in seinen Citroen DS Pallas. Das Schmuckstück wurde 1974 gebaut. Die „schwarze Göttin” ist seit 30 Jahren im Besitz des Oldtimer-Liebhabers. „Ich habe mein Phantomas-Auto aus Südfrankreich mitgebracht!” Einzigartig für die damalige Zeit war die hydropneumatische Federung. Die Hydropneumatik ermöglicht es, die Bodenfreiheit des Wagens zu variieren. Parkt man die DS, so senkt sie sich durch den nachlassenden Druck in der Hydropneumatik langsam ab. Startet man den Wagen, so hebt er sich um mehrere Zentimeter in die Höhe. Die Hydropneumatik arbeitet automatisch als Niveauregulierung und hält die Bodenfreiheit bei unterschiedlicher Beladung konstant.

Aus erster Hand hat Gottfried Willms seinen BMW 316 (Baujahr 1977) erworben. Und ihn vor der Verschrottung gerettet. Gemeinsam mit seinem Sohn hat er sein Goldstück restauriert. Seit 14 Jahren ist er der Steuermann des knallroten Schmuckstücks.

„Mein VW Karmann Ghia ist unverbastelt”, ist Karl-Heinz „Kalle „ Wipperfürth stolz auf seine Errungenschaft. „Den habe ich vor sechs Jahren im Originalzustand gekauft!” Natürlich wird auch diese Rarität von seinem Besitzer gehegt und gepflegt.

Richard Teich hat sich nach fünf langen Jahren als Automobilclub-Mitglied auch endlich einen Traum erfüllt und ist seit März stolzer Eigentümer eines Porsche 944 mit dem Baujahr 1984.

Wie leidenschaftlich diese Beziehung ist, sah man daran, dass Richard Teich und der Porsche im „Partnerlook” erschienen. Die Streifen auf seinem Hemd hatten die gleiche Farbe wie die Rallyestreifen auf seinem Auto.

Udo Freialdenhofen, ACE-Mitglied und Mitorganisator dieser Fahrt, stellte gleich zwei seiner Oldtimer für unsere „7 x Sommer-Tour” zur Verfügung. Er selbst lenkte einen Alfa Romeo Guilia 1300 TI, und ACE-Vorsitzender Lars Dohmen übernahm das Steuer von Freialdenhofens Ford Mustang (Baujahr 1964).

Mit von der Partie war auch Siggi Ganser, der sich von einem unserer treuen Leser in seinem Mercedes-Cabriolet 280 SL durch die idyllische Eifel lotsen ließ. Er nahm zum ersten Mal an unserer Exkursion teil - und ist hoffentlich auch im nächsten Jahr mit seinem schicken Cabrio dabei.

Franz-Josef Hansen hatte gleich drei Beifahrerinnen in seinem NSU Ro 80 an seiner Seite. Die Damen, die auch im letzten Jahr an unserer Oldtimertour teilnahmen, hielten an „Bewährtem” fest und wünschten sich bei der „Sitzverteilung” wieder ihren unterhaltsamen Chauffeur. Das Quartett hatte nach eigenem Bekunden wieder eine Menge Spaß.

Ebenfalls bei der Sommertour zum ersten Mal dabei war auch ACE-Mitglied Stephan Lenzen. Der Ex-Karnevalsprinz der Stadt Eschweiler fuhr mit seinem Porsche 911 (Baujahr 1987) vor. „Okay, ich habe zwar noch einen „Youngtimer”, aber in fünf Jahren ist auch mein Auto ein Oldtimer!” Der leidenschaftliche Rennfahrer, der schon viele Erfolge im Motorsport verbuchen konnte, ließ unsere jüngste Teilnehmerin ins Schwärmen geraten.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die ACE-Mitglieder Stephan Lehnen und Markus Müllers. Die beiden stellten für die Sommertour ihren Porsche 924 zur Verfügung. Gelenkt wurde er von Stefan Jenneßen.

Nach so vielen spannenden und interessanten Eindrücken machten sich die Fahrerteams nach rund zweieinhalb Stunden wieder auf den Heimweg. Und damit niemand diese „Tour in die Vergangenehit” so schnell vergisst, verteilten ACE-Vorsitzender Lars Dohmen und seine rechte Hand Stefan Jenneßen noch kleine bronzeglänzenden Pokale an die Teilnehmer der Oldtimer-Ausfahrt.
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