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Ausstellung: Spiel zwischen Licht und Schatten

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Zwei eigenständige Künstler, deren Werke sich perfekt ergänzen: Heinz Bergrath (Skulpturen) und Petra Ottkowski (Malerei) präsentieren ihre Arbeiten in der Städtischen Kunstsammlung im Talbahnhof.

Eschweiler. Die eine malt in Acryl, der andere fertigt Skulpturen aus Stahl, jedoch der geometrisch, mathematische Grundgedanke hinter Ihren Werken ist ihnen gemein: In der Ausstellung „Raum durch Licht und Formen” präsentieren die Malerin Petra Ottkowski und der Bildhauer Heinz Bergrath Ausschnitte ihres Schaffens.

Am Sonntag wurde die Ausstellung, welche bis Sonntag, 3. April, in der Städtischen Kunstsammlung im Talbahnhof besucht werden kann, mit der Vernissage eröffnet.

Auch wenn sich die zwei Künstler zuvor nicht kannten und vom Eschweiler Kunstverein für diese Ausstellung zusammengeführt wurden, so ergänzen sich Ihre Werke sehr. Dabei spielt das Quadrat in den Arbeiten von Petra Ottkowski und Heinz Bergrath eine große Rolle als zugrunde liegendes Ordnungsprinzip. Die Einführungsrede hielt Dr. Dagmar Preising vom Suermondt-Ludwig-Museum Aachen.

Bei den Arbeiten von Heinz Bergrath, der 1939 in Düren geboren wurde und ein Architekturstudium an der RWTH Aachen absolvierte, handelt es sich größtenteils um mittelgroße Skulpturen aus Schwarzblech und Corten-Stahl. Die Skulpturen sind hauptsächlich für Innenräume gedacht, aber der Bildhauer fertigt auch Outdoor-Skulputuren, wovon er eine Baumskulptur auf einer großen Fotografie in der Ausstellung präsentiert.

Den Ausgangspunkt für Bergraths Werke stellt das Quadrat dar. An den Skulpturen gibt es keine dekorativen Schnitte, und auch keine Schweißnähte, jeder Schnitt ins Schwarzblech bzw. in den Corten-Stahl dient einem konstruktiven Aspekt. Dabei werden alle Skulpturen so hergestellt, dass sie im Gleichgewicht fest auf dem Untergrund stehen. Die Oberfläche der Skulpturen stehe für den Bildhauer dabei weniger im Vordergrund als die Form. Und „im durch und durch konstruierenden Gedanken zeigt sich auch der Architekt, der die Skulputuren plant” so Dr. Dagmar Preising über Heinz Bergrath.

Die Malerin Petra Ottkowski, 1967 in Münster geboren, studierte Design, Buchkunst und Malerei in Münster und Leipzig. Sie präsentiert vor allem kleine und mittelgroße Malereien in Acryl und Öl aus den Jahren 2007 bis 2009. Bei Ottkowski, die Meisterschülerin bei Prof. Arno Rink war, besteht der Grundgedanke aus dreidimensionalen, geometrischen Formen, und als Ausgangspunkt besonders der Würfel. In den Werken spielt vor allem auch Licht in zwei Konzepten eine Rolle: Zum einen Licht, das von außerhalb einen Schlagschatten wirft, zum anderen Licht, das aus den gemalten Körpern strahlt und diese von innen heraus zum Leuchten bringt.

In den Acrylmalereien findet eine Auseinandersetzung zwischen Fläche und Raum statt, die von einer „delikaten, klaren Farbigkeit”, so Preising, unterstrichen wird. Unterschiedliche Farbkombinationen, so z.B. zartes Rosa mit dunklem Grün, sowie eine glatte Oberfläche, wo die Farbe ohne erkennbaren Pinselstrich („Duktus”), aufgetragen wurde, prägen die Werke von Petra Ottkowski. „Das Spiel zwischen Licht und Schatten, wenn auch nicht ästhetisch gedacht, sondern mathematisch, wirkt durch die Farbigkeit dennoch ästhetisch”, beschrieb Dr. Dagmar Preising abschließend die Kunst von Petra Ottkowski.

Insgesamt bestimmt auch ein Dialog die Ausstellung von Heinz Bergrath und Petra Ottkowski. Der Dialog zwischen zwei Künstlern, zwischen Licht und Schatten, zwischen Form und Raum und natürlich zwischen den Skulpturen und der Malerei.
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