Aus 1565 mach 1752 Betreuungsplätze

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. „Kein Kind bleibt unversorgt“ – dieses Motto hat sich die Stadt Eschweiler für das Kindergartenjahr 2013/14 auf die Fahne geschrieben. Seit dem 1. August hat ein Kind vom vollendeten ersten Lebensjahr bis zum Eintritt in die Schule Anspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung. Den Bedarf kann die Stadt im laufenden Kindergartenjahr decken. Dafür wurde reichlich investiert.

So wurde vor neun Tagen die neue Einrichtung an der Franz-Rüth-Straße (Indestadion) eröffnet, am kommenden Montag nimmt die Einrichtung an der Gartenstraße ihren Betrieb auf. Wir werfen einen Blick auf die Veränderungen im Vergleich zum vorigen Kindergartenjahr.

„Wir sind sehr froh und erleichtert, dass wir es geschafft haben. Wir haben als Stadt viele Anstrengungen unternommen, und wir haben es gestemmt“, sagt Olaf Tümmeler, Abteilung Kinder- und Jugendförderung/Kindergartenangelegenheiten der Stadt Eschweiler.

„Die richtigen Standorte“

Im Kindergartenjahr 2012/13 waren 1351 Regelkindergartenplätze belegt. Zusätzlich waren 144 Plätze für unter Dreijährige vorhanden und 70 Plätze für behinderte, beziehungsweise entwicklungsverzögerte Kinder. 1565 Kindergartenplätze standen somit im vorigen Kindergartenjahr zur Verfügung.

Im laufenden Jahr sind es 1752 Plätze. Davon werden 235 Kinder unter drei Jahren betreut und 61 im integrativen Bereich. Zudem werden 24 Kinder in einer heilpädagogischen Einrichtung betreut.

Was ändert sich im Kindergartenjahr 2013/14 im Vergleich zu 2012/13?

Der Kindergarten am Hastenrather Weg in Bergrath nimmt sukzessive die beiden Gruppen aus der Einrichtung an der Weierstraße auf. Bis zum Jahresende ist diese Umstrukturierung abgeschlossen. Während des Umbaus der Einrichtung an der Johanna-Neuman-Straße werden diese Kinder dann wiederum an der Weierstraße untergebracht.

Die neuen Einrichtungen an der Franz-Rüth-Straße und der Gartenstraße sind voll belegt, der Kindergarten Immenhofkinder in Nothberg, der Betreuungszeiten zwischen 5.30 Uhr und 21 Uhr anbietet, hat 40 Plätze, 37 sind bereits belegt. „Das zeigt, dass wir mit den Planungen, auch die Standorte betreffend, richtig lagen“, sagt Tümmeler. Zur Franz-Rüth-Straße: Der fünfgruppige Neubau dort wurde mit der eingruppigen Einrichtung „Zauberhut“ zusammengefasst. Eine Einrichtung mit sechs Gruppen ist somit entstanden.

Übergangslösungen

Es gibt auch einige Übergangslösungen: Im Kindergarten in Neu-Lohn wird für zwei Jahre eine zusätzliche Gruppe mit zehn Kindern in Betrieb genommen. Im Awo-Kindergarten „Villa Regenbogen“ werden für maximal zwei Jahre neun U3-Plätze angeboten. Eine halbe zusätzliche Gruppe für zehn Kinder ist im Kindergarten St. Josef in Hehlrath vorübergehend eröffnet worden. Im katholischen Kindergarten St. Theresia wurde eine fünfte Gruppe (maximal 20 Ü3-Kinder) für höchstens zwei Jahre eröffnet.

Im Hinblick auf das Thema Inklusion gibt es in einigen Einrichtungen die Möglichkeit der integrativen Erziehung.

Als heilpädagogische Einrichtung steht der Kindergarten Katharina Fey in Kinzweiler zur Verfügung. Dort werden 24 Kinder (Ü3) in drei Gruppen betreut.

Integrative Gruppen werden in Eschweiler im laufenden Kindergartenjahr in folgenden Tagesstätten angeboten: BKJ-Einrichtung an der Quellstraße, Familienzentrum Jahnstraße, Kita Käte Strobel an der Grünstraße in Dürwiß, Kinder- und Familienzentrum St. Marien (Am Burgfeld), Kindergarten Sonnenschein (Karlstraße) sowie in der neuen Einrichtung an der Franz-Rüth-Straße.

Frei nach dem Motto „während des Kindergartenjahres ist vor dem Kindergartenjahr“ laufen derzeit die Planungen für 2014/15. Im Dezember steht die große Trägerkonferenz an, bei der der Bedarf an Plätzen ermittelt wird. Nach Paragraph 19, Absatz 3, des Kinderbildungsgesetzes NRW (Kibiz) muss jährlich im Rahmen der Jugendhilfeplanung entschieden werden, welche der gesetzlich vorgesehenen Gruppenformen und Betreuungszeiten in den einzelnen Kindertageseinrichtungen in der Stadt angeboten werden. Das Jugendamt ermittelt den Bedarf und leitet diesen an das Land bis zum 15. März weiter. Diese Meldung ist die Basis für die Festsetzung des Landeszuschusses zu den Betriebskosten aller Kindertageseinrichtungen im Folgejahr.

Apropos Kosten: Vergleicht man die Elternbeitragssätze in Eschweiler etwa mit denen in Stolberg, ergeben sich keine nennenswerten Unterschiede. In Eschweiler sind die Beiträge wenige Euro günstiger. Bei einem Jahreseinkommen bis 18.000 Euro sind die Eschweiler Eltern vom Beitrag befreit. Bis zu einem einkommen von 25.000 Euro sind zwischen 25 und 48 Euro (je nach Anzahl der Betreuungsstunden pro Woche) fällig. Die Einkommens-Staffelungen gehen über 37.000, 49.000, 62.000 bis hin zu 73.000 Euro. Wer mehr verdient zahlt etwa zwischen 189 und 343 Euro.

Hauptschule und Ringofengelände

Nochmal zurück zu den Planungen von Kindertagesstätten: Sicher wird es auch künftig neue Einrichtungen geben. Wie wir bereits berichtet haben, wird mit dem Gedanken gespielt, am Ringofengelände eine Einrichtung zu eröffnen. Ebenso könnte die ehemalige Hauptschule in Dürwiß als Kindertagesstätte dienen.

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