Jülich/Eschweiler - Auf Spurensuche rund um den 1. Weltkrieg

Auf Spurensuche rund um den 1. Weltkrieg

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Das Hohe Venn steht bei den Exkursionen zu 100 Jahren 1. Weltkrieg ebenfalls im Mittelpunkt. Foto: stock/Manngold

Jülich/Eschweiler. Im Erinnerungsjahr 2014 steht der 1. Weltkrieg immer wieder im Fokus der Medien. Mit zwei Exkursionen mit dem Bus möchte die Evangelische Erwachsenenbildung zum Thema „Spurensuche 100 Jahre 1. Weltkrieg – Recherchen in der eigenen Region“ vor Ort einen anschaulichen Beitrag leisten.

 Dafür konnte mit der Volkskundlerin und Geografin Gabriele Harzheim eine kompetente Referentin und Exkursionsleiterin gefunden werden. Sie hat die historischen Bedeutung der Region im Kreis Aachen und Düren vor und während des 1. Weltkrieges erforscht und wirkte bei dem Projekt des Landschaftsverbands Rheinland „1914 – Mitten im Rheinland“ mit.

Der Raum Düren

1. Exkursion: Der Raum Düren am Vorabend des Ersten Weltkriegs am 27. Juni 2014. Vor dem Ersten Weltkrieg gehörte Düren zu den reichsten Städten des Rheinlands. Zahlreiche Industriebetriebe, die sich entlang der Rur und ihrer Mühlengräben im Laufe der Zeit etabliert hatten, lockten Menschen in den Dürener Raum und versprachen Arbeitsplätze und Wohlstand. Industriellennamen wie Hoesch oder Schoeller prägten die wirtschaftlichen, aber auch kulturellen und sozialen Gegebenheiten der Stadt. Doch ein so schnelles Wachstum brachte auch zahlreiche Probleme, beispielsweise Wohnungsnot, mit sich. Lösungen sollten neue Siedlungsbauten bringen. Auch die Vorzeichen des Ersten Weltkriegs wurden nach 1900 immer spürbarer.

Diese Busexkursion in Düren und Umgebung spürt den geschichtlichen Zusammenhängen vor Ort nach. Am Vormittag werden die Grüngürtelsiedlung und das Dürener Stadtmuseum auf dem Programm stehen. Mittags ist eine individuelle Pause in der Innenstadt vorgesehen. Am Nachmittag geht es zu einigen wichtigen historischen Industriebetrieben der Region, nach Lendersdorf und Scheidhausen mit Ausstiegen an Industriestandorten. Die Exkursion findet ihren Abschluss in der Drover Heide, einem ehemaligen Truppenübungsplatz, der heute von der Natur zurückerobert wurde.

Die Exkursion ist am Freitag, 27. Juni, von 9 bis ca. 17.30 Uhr geplant.

Das Monschauer Land

2. Das Monschauer Land um 1900 – Strategischer Grenzraum Preußens nach Westen/ Bedeutung der Vennbahn und Elsenborn am 3. Juli. Der preußische Kreis Monschau war um 1900 eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Region, zumal die große Blütezeit der Textilindustrie in der Stadt Monschau dem Niedergang entgegenging. Die erst 1885 zwischen Aachen und dem damaligen Montjoie fertiggestellte Eisenbahnverbindung kam für die regionale Industrie zu spät, doch entwickelte sich die „Vennbahn“ zu einer wichtigen Lebensader nicht nur der Region, sondern des gesamten preußischen Grenzgebietes mit den Kreisen Eupen und Malmedy.

Die Preußen erkannten auch bald, dass das „Ödland“ des Hohen Venns sich für militärische Übungszwecke eignete. Der 1895 errichtete Truppenübungsplatz Elsenborn wurde schließlich im Ersten Weltkrieg, zusammen mit dem schnellen Transportmittel Eisenbahn, zu einem wichtigen „Sprungbrett“ für deutsche Soldaten Richtung der Frontbereiche im Westen.

Von Düren aus werden einige Stationen der ehemaligen „Vennbahn“ angefahren und vor Ort besichtigt. Dabei wird Gabriele Harzheim auch auf die Vennkultivierung Ende des 19. Jahrhunderts und der in jüngster Zeit erfolgten Renaturierung eingehen. Nach einer Mittagspause in Monschau wird die Spurensuche zum Truppenübungsplatz Elsenborn nach Belgien mit Besuch des Truschbaum-Museums führen. Diese Exkursion ist für Donnerstag, 3. Juli, von 9 bis ca. 17.30 Uhr geplant.

Beide Exkursionen beginnen am Dürener Hauptbahnhof. Bei ausreichender Interessentenanzahl sind weitere Zustiegsorte in Hückelhoven und Jülich möglich. Die Gebühr beträgt jeweils 32 Euro inklusive Bus und Führung. Die Exkursionen erfordern unbedingt eine Anmeldung.

Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 30 Personen. Die Anmeldung ist zu richten an die Evangelische Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich, Telefon 02461/ 99660 bzw. per E-Mail unter eeb@kkrjuelich.de.

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