Auf diese Stufe sind auch die Lehrer mächtig stolz

Von: ran
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Bestanden ihre Reifeprüfungen: die 83 Abiturienten der Bischöflichen Liebfrauenschule mit Jahrgangsstufenleiter Herbert Thomé (vorne links). Foto: Andreas Röchter

Eschweiler. „Ihr habt Leistungen gebracht, die uns stolz machen, voller Kreativität und Selbstständigkeit. Es sind Sternstunden für uns Lehrer, wenn wir sehen, dass sich unser gemeinsamer Weg gelohnt hat.” Jahrgangsstufenleiter Herbert Thomé gab sich während der Abiturfeier der Bischöflichen Liebfrauenschule keine Mühe, seine Begeisterung über „seine” Schützlinge zu verbergen.

86 Gymnasiasten waren vor wenigen Wochen zum Abitur angetreten, 83 von ihnen bestanden die Reifeprüfungen. „Bei 22 Abiturienten steht in der Abschlussnote eine 1 vor dem Komma”, bemerkte Schulleiter Dr. Manfred Meier anerkennend. Am frühen FreitagabendÊ gab es den verdienten Lohn für die nun ehemaligen Schüler: In der vollbesetzten Schulaula erhielten sie ihre Reifezeugnisse.

„Menschen machen Geschichte. Aber Eltern und Schule machen und prägen die Menschen”, betonte Dr. Meier, der seinen Blick nach vorne richtete. „Ihr seid diejenigen, die auch unsere Zukunft gestalten werden. Ich hoffe, wir haben euch fit gemacht, dies auf der Basis christlicher Werte zu tun.” Bürgermeister Rudi Bertram unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Schulabgänger für die Gesellschaft.

In seinem kurzen Grußwort ging der Schulpflegschaftsvorsitzende Stephan Kaever auf die sich mit der Zeit wandelnde Rolle der Eltern ein. „Es gilt, nun die richtige Mischung zwischen Loslassen und Auffangen zu finden.”

Freude, aber auch Nachdenklichkeit drückte Walter Goy als Vertreter der Jahrgangsstufenpflegschaft aus: „Ich hoffe, dass die Schule für Euch nicht nur ein Platz des Lernens, sondern auch der Freundschaft und Kommunikation war”, machte er deutlich. Eindringlich bat er die ehemaligen Schüler, an den Veränderungen mitzuwirken. „Lasst Euch in Euren zukünftigen Berufen nicht nur für eine Gewinnoptimierung benutzen. Zeigt stattdessen Mitmenschlichkeit, Zivilcourage und soziale Kompetenz.”

Humorvoll blickte anschließend Jahrgangsstufensprecher Thomas Wings auf die Zeit an der Bischöflichen Liebfrauenschule, „dem größten Casino des Vatikans”, zurück und spielte damit darauf an, dass für den einen oder anderen Schüler das Bestehen des Abiturs einem Glücksspiel geglichen haben könnte. „Vieles hat uns in den vergangenen neun Jahren geprägt. Wir sind gereift”, so der frischgebackene Abiturient. Dem schloss sich Herbert Thomé vorbehaltlos an. „Vertraut der Jugend, sie wird euch überraschen”, brach er eine Lanze für die junge Generation. Gleichzeitig forderte er „seine” Abiturienten aber auch auf, ihre Fähigkeiten einzubringen.

Dann folgte der Höhepunkt der Abiturfeier, die Ausgabe der Zeugnisse. Und für diese hatten sich die Schüler etwas Besonderes ausgedacht, denn (nahezu) jeder Schüler hatte sich einen Musiktitel ausgesucht, der bei seiner Zeugnisübergabe für ihn gespielt wurde.

Generell stand die Abiturfeier im Zeichen der Musik, denn das Orchester der Bischöflichen Liebfrauenschule sowie die Schülerinnen Hannah Ziemons (8b), Pia Esser, Johanna Platz (beide 6c), Nina Karczewski (9c) und Abiturientin Jennifer KrausÊ begeisterten an ihren Instrumenten, teilweise unterstützt durch den stellvertretenden Schulleiter Bert Schopen und Musiklehrer Professor Michael Hoppe, die Gäste der Feierstunde. Zu diesen gehörten auch acht „Goldabiturientinnen”, die im Jahr 1959 ihre Reifeprüfungen an der Liebfrauenschule bestanden haben.

Bereits vor der Entlassfeier fand in der Pfarrkirche St. Peter und Paul ein Gottesdienst statt, der unter dem Motto „future to go(d)” stand und vom Schulchor der Bischöflichen Liebfrauenschule musikalisch gestaltet wurde.

Vergessen wurden keinesfalls zwei Schüler, die die Reise Richtung Abitur vor neun Jahren gemeinsam mit ihren Mitschülern begonnen hatten, sie aber nicht beenden konnten. Janina Jaquet und Carsten Sonntag erlagen auf ihrem Weg schweren Krankheiten.
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