Auf dem Weg nach London geht es zuerst nach Eschweiler

Von: Helga Raue
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Auch bei den „Eschweiler Mast
Auch bei den „Eschweiler Masters” am Start: Thomas Weinberg, hier auf Escobar. Foto: imago/Pressesefoto Baumann

Eschweiler. Gut, dass es Navis gibt! Nicht wenige Springreiter haben sich gefragt: „Eschweiler, wo liegt das denn?” Die kleine Stadt mit gut 55 000 Einwohnern liegt rund 18 Kilometer vom berühmten Turnierplatz in der Aachener Soers entfernt, wo vom 29. Juni bis 8. Juli wieder der CHIO Aachen stattfindet.

Doch von Mittwoch bis Sonntag richtet sich der Blick der Springreiter erst einmal auf Eschweiler: Teilnehmer aus 24 Nationen werden beim ersten „Eschweiler Masters”, einem internationalen Zwei-Sterne-Turnier, an den Start gehen.

Hört man die Namen, die hinter dem „Eschweiler Masters” stehen, beantwortet sich so manche Frage von selbst: Helena und Tim Stormanns laden auf ihre großzügige Anlage an der Stadionstraße ein, Andrea Weinberg ist für die Organisation zuständig. Die 22-Jährige ist derzeit auf Urlaub in Eschweiler, denn bis November gehört sie zum Organisationsteam für Olympia und die Paralympics in London.

Quasi als Generalprobe fand gerade an vier Tagen das „Eschweiler Young Masters”, ein internationales Nachwuchsturnier statt. Doch Reiter aus 24 Nationen - das ist doch schon eine ganz andere Hausnummer.

Es ist zwar nicht die erste Garde, die beim Eschweiler CSI an den Start geht, aber einen Großteil der Springreiter wird man auch bei den Olympischen Spielen Ende Juli in London sehen können. So wird unter anderem das Olympiateam aus Chile an den Start gehen. „Vor allem exotischere Reitnationen nutzen das Turnier, um in die Saison zu starten und sich auf Olympia vorzubereiten”, freut sich Helena Stormanns über den Zulauf.

Sie dürfte aber einige Mühe haben, um alle Nationalhymnen vorrätig zu haben, denn es werden Reiter aus Jordanien, Hongkong, Katar, Ägypten, Bahrain, Litauen, Russland oder auch der Slowakei an den Start gehen.

Bestens vom CHIO Aachen bekannt sind dagegen die Briten Robert Smith und Geoff Billington, der Schwede Royne Zetterman und natürlich Thomas Weinberg, Sohn von Helena Stormanns, die selbst früher erfolgreich in der Weltspitze mitritt.

Und Sohn Thomas, gern gesehener Gast bei CHIO und u. a. als Junger Reiter schon Vize-Europameister, tritt selbst erfolgreich in die Fußstapfen seiner Mutter. Die Reise nach Eschweiler tritt zudem Franke Sloothaak (Steinhagen) an, der jedoch nicht selbst reitet, sondern seine Schüler in Eschweiler betreuen wird.

Startschuss heute um 9 Uhr

Los geht es bereits am Mittwoch um 9 Uhr mit den beiden Youngster-Springen für sechs- und siebenjährige Pferde. Am Donnerstag ab 8.30, am Freitag ab 8 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils ab 9 Uhr gehen die ersten Springreiter in den Parcours.

Höhepunkte sind u .a. das Six-Bars-Springen (Barrierenspringen) am Samstag ab 17 Uhr sowie der Große Preis am Sonntag ab 14 Uhr, der über Hindernisse ab 1,45 Meter Höhe führen wird. Parcourschef ist der u. a. vom CHIO Aachen bestens bekannte Professor Dr. Arno Gego.
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