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Auf dem Eschweiler Arbeitsmarkt entspannt sich die Lage

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:

Eschweiler. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt sich weiter: Nahm die Arbeitslosenquote noch in den vergangenen Monaten leicht zu, so sank sie im April auf 10,2 Prozent. Das sind 0,7 Prozent weniger als im März und 0,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Dennoch bleibt die Quote im Vergleich zu den Nachbarstädten hoch: Stolberg (10,1 Prozent) und Alsdorf (8,5). Allerdings darf sich Eschweiler als Gewinner der Statistik fühlen, denn in keiner Stadt der Städteregion Aachen sank die Arbeitslosenzahl im vergangenen Jahr so deutlich wie an der Inde.

Die Zahl der Arbeitslosen bleibt dennoch hoch. 2883 Menschen waren im April auf Jobsuche. Das sind aber 396 Menschen weniger, als noch im Jahr zuvor. Der positive Trend ist mit der saisonalen Entwicklung zu begründen, schließlich fanden 119 Indestädter im Alter unter 25 Jahre einen Job, 42 mehr als im März. Insgesamt fanden 530 Menschen in diesem Monat eine neue Arbeitsstelle. 523 Leute kamen als Arbeitssuchende hinzu. Seit Jahresbeginn meldeten sich 2009 Menschen neu arbeitslos, 1849 konnten in einen Job vermittelt werden. Immerhin wurden bei den neuen Arbeitslosen 319 Eschweiler weniger registriert, als noch im gleichen Zeitraum des Vorjahres - ein Minus von 13,7 Prozent.

Drastisch stellt sich die Situation bei den Indestädtern ohne deutsche Staatsgehörigkeit dar: 22,6 Prozent sind auf der Suche nach einer Arbeit. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl auf 466 arbeitssuchende Ausländer - Tendenz steigend.

Aktuell sind 148 Arbeitsstellen, die dem Jobcenter Eschweiler gemeldet wurden, unbesetzt. Seit Jahresbeginn kamen 283 neue offene Stellen hinzu, alleine im April waren es 81. Allerdings war der Arbeitsstellenzuwachs von Januar bis April 2010 höher: Vor einem Jahr wurden 295 neue Jobangebote registriert.

Während die Zahl der erwerbslosen Männer in den vergangenen Monaten kontinuierlich abnahm, wuchs die Zahl der arbeitslosen Frauen. Dennoch sind mehr Männer (1521) auf Arbeitssuche als Frauen.

Eine große Gruppe mit 1093 Personen bilden die Langzeitarbeitslosen, die 38 Prozent aller Arbeitslosen in Eschweiler ausmachen. Dieser Wert ist in den vergangenen Monaten konstant geblieben. 26,9 Prozent oder 774 Menschen haben das 50. Lebensjahr überschritten. 16,2 Prozent oder 466 Personen sind Ausländer.

Positiver Trend

Während Eschweiler vom positiven Wirtschaftstrend profitiert, schaut Stolberg in die Röhre. Dort stieg die Arbeitslosenzahl in diesem Monat sogar um 4 Prozent, sodass die Quote nun 10,1 Prozent beträgt, im März lag sie noch bei 9,8 Prozent. Positiver als die Geschäftsstelle Eschweiler schlossen nur die Geschäftsstellen Heinsberg und Geilenkirchen ab, die jeweils über 7 Prozent weniger Arbeitslose im April registrierten. Im Gesamtarbeitsamt Aachen, zu dem neben der Städteregion Aachen auch der Kreis Heinsberg gehört, sank die Arbeitslosenquote von 9,3 auf 9,1 Prozent.

Aus Eschweiler Sicht ebenfalls erfreulich: Weniger Indestädter im Alter von unter 25 Jahren stehen ohne Job da. Zwar sind es immer noch 324, aber dies sind 84 weniger als noch im April 2010, also ein sattes Minus von 20,6 Prozent.

In Eschweiler wird erwartet, dass die Zahl der Arbeitslosen in den nächsten Wochen durch die sogenannte Frühjahrsbelebung weiter sinkt. Ob allerdings der dauerhafte Trend nach unten führt, kann in der Eschweiler Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit niemand voraussagen.
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