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Arpad Farkas tritt als Stadtverbandsvorsitzender zurück

Von: pan
Letzte Aktualisierung:
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Entsetzter Blick: Nach der deftigen Schlappe bei den Kommunalwahlen tritt Arpad Farkas als CDU-Stadtverbandsvorsitzender zurück. Foto: Patrick Nowicki

Eschweiler. Der Schleudersitz an der Inde ist seit Mittwochabend wieder frei geworden: Arpad Farkas teilte dem erweiterten CDU-Vorstand mit, dass er sein Amt als Stadtverbandsvorsitzender niederlegt.

„Aus beruflichen Gründen”, lautet die offizielle Begründung und das sei bitte nicht als Floskel zu verstehen, wie Farkas betont.

Die Bilanz spricht auf dem ersten Blick nicht für den Juristen, der mit großen Ambitionen sein Amt am 11. Mai 2007 antrat. Die Wahl vor zwei Wochen ging für die Christdemokraten deutlich daneben: 27,58 Prozent bedeuten ein historisches Tief. Auch der Austritt von vier CDU-Ratsvertretern und der anschließende Rücktritt von Fraktionschef Franz-Josef Dittrich im August 2008 fallen in seine Amtszeit.

Dies alles sei jedoch nicht hauptursächlich, wie Farkas herausstellt. „Es stehen einige berufliche Veränderungen an, ich werde meine Anwaltskanzlei verlegen”, begründet er seinen Schritt. Es fehle ihm also schlichtweg die Zeit, das Amt „vernünftig” auszuüben. Auch auf das Mandat im Stadtrat verzichtet er. Rudi E. Lennartz rückt für ihn nach.

In der Union brodelt es derzeit gewaltig: Schon wenige Stunden nach der Bekanntgabe des Ergebnisses wetterten die ersten CDU-Politiker, allen voran Willi Bündgens. Der St. Jöriser steht noch in der Tradition der politischen „Alpha-Tiere” wie Albert Wegmann und Erich Berschkeit bei der SPD und Christian Nießen bei der CDU. Ob er allerdings der neue starke Mann bei der Union wird, ließ er am Mittwoch offen.

Arpad Farkas wird diese Entwicklung nur noch in zweiter oder dritter Reihe verfolgen. „Ich bleibe natürlich CDU-Mitglied”, geht er nach eigenem Bekunden nicht im Zorn.

In der Fraktionssitzung am Montagabend gab Arpad Farkas nur eine kurze Erklärung ab und verließ dann das Zimmer. Parteifreunde reagierten geschockt und fassungslos. Nach drei Vorsitzenden in vier Jahren stellt sich mehr denn je die Frage, wohin der Weg der CDU führt.
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